Plan der Stadtverwaltung: Grundschule Nord soll ab 2018 drei statt vier 1. Klassen einschulen

Nord gibt Abc-Schützen in die City

Es wird eng: Ab dem Schuljahr 2018/19 würden in der Grundschule Nord vier erste Klassen eingeschult. So viele Unterrichtsräume hat die frischsanierte Lehrstätte aber nicht zur Verfügung.
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Es wird eng: Ab dem Schuljahr 2018/19 würden in der Grundschule Nord vier erste Klassen eingeschult. So viele Unterrichtsräume hat die frischsanierte Lehrstätte aber nicht zur Verfügung.
  • VonCharlotta Spöring
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Stendal. Geschwisterkinder von Schülern der Grundschule Nord lernen möglicherweise ab dem kommenden Schuljahr in einer anderen Lehrstätte lesen und schreiben als ihre älteren Brüder und Schwestern.

Dieser Plan zur Änderung der Schulbezirke steht in einer Vorlage der Stendaler Stadtverwaltung.

Daher soll der Schulbezirk der Petrikirchhof-Grundschule geändert werden, um zwölf bis 16 Schüler mehr Schüler als bisher aufzunehmen. Der Kreistag entscheidet über diesen Plan am 14. Dezember.

Betroffen von der Änderung sind künftige Erstklässler der Grundschule Nord im gleichnamigen Wohngebiet sowie Petrikirchhof in der Innenstadt. Anlass für die Änderung ist die Raumknappheit in der Grundschule Nord. Hier würde ab dem Schuljahr 2018/19 durch die Bildung von vier ersten Klassen ein weiterer Raum benötigt, der aber nicht vorhanden ist. Deswegen soll der Schulbezirks Nord so verkleinert werden, das dort 12 bis 16 Abc-Schützen weniger eingeschult werden. Damit dürfte die Bildungsstätte ab dem nächsten Schuljahr nur dreierste Klassen bilden, womit die Unterrichtsräume ausreichen würden. Die Kinder würden dann der Grundschule Petrikirchhof zugeordnet.

Da das Petrikirchhof-Gebäude keine weiteren Kinder aufnehmen könne, lernen einige Schüler seit August bereits in einem Extra-Gebäude am Mönchskirchhof, das sich sieben Minuten Fußweg entfernt vom Hauptstandort befindet. Für die Nutzung zahlt die Stadt 26 000 Euro im Jahr, damit genügend Platz zur Verfügung stehe, mit Beginn des neuen Schuljahrs eine weitere Klasse aufzunehmen.

Unter der Bedingung, dass der Kreistag diesem Plan am 14. Dezember zustimmt, werden die Erstklässler folgender Adressen der Innenstadt in die Zuständigkeit der Grundschule Petrikirchhof übergeben: Südwall, Ostwall, Parkstraße, Nordwall, Brauhausstraße, Wendstraße, Straße der Demokratie, Elisabethstraße, Rieckestraße, Wollweberstraße, Johannisstraße, Karl-Wernecke-Straße sowie Teile der Osterburger Straße (1 bis 24a und 95 bis 106).

Die Straßenauswahl sei mit Blick auf den geplanten innenstadtnahen Petrikirchhof-Neubau erfolgt, begründet das zuständige Amt der Stadtverwaltung. Der städtische Schul-, Sport- und Kulturausschuss hat sich Mittwochabend für das Vorgehen ausgesprochen. Weitere Änderungen in den Bezirken seien fürs nächste Schuljahr nicht geplant.

Von Charlotta Spöring

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