Anlaufstelle in Stendal soll größer werden als geplant / Landkreis Stendal mit Vermietern an einem Tisch

Noch reicht der Platz für Flüchtlinge

Stendal. Es ist Bewegung im Wohnungsmarkt in der Altmark. Der Grund: Mit der Aufnahme von Flüchtlingen in privaten Wohnungen lässt sich Geld verdienen. Das Aufnahme-Potenzial der Altmark für frisch angekommene Flüchtlinge wird sich derweil ausweiten.

Die geplante Zentrale Anlaufstelle („Zast“) in der ehemaligen Grenzschutzkaserne in der Gardelegener Straße in Stendal soll größer werden als geplant.

Ein Wohnraum für Flüchtlinge: Die Gemeinschaftsunterkunft in Stendal.

Das Landesinnenministerium bestätigte, dass das „Zast“ in einem größeren Rahmen für Flüchtlinge hergerichtet werden soll als geplant. Steht die Anlaufstelle, werde die Landeseinrichtung in Klietz möglicherweise nicht mehr für Flüchtlinge da sein. Auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben – Verwalter der Bundes-Immobilien – bestätigte entsprechende Verhandlungen mit dem Land Sachsen-Anhalt, das das „Zast“ einrichten will. Bisher wurde von einer Kapazität von 1000 Menschen in der „Zast“ ausgegangen.

Derweil bittet der Landkreis Stendal nun Wohnungsunternehmen an einen Tisch: In einer kommenden Konferenz Mitte des Monats sollen sie sich über ihre Erfahrungen austauschen. Derzeit sei der Wohnraum in Stendal durchaus knapper geworden, bestätigte Kreissprecher Edgar Kraul. Aber es gäbe auch immer neue Wohnungsangebote, sodass der Platz zur Zeit noch reicht. Er bestätigte dabei aber auch, dass der Mietpreis steigt: Wohnungsbesitzer sehen in der Vermietung für Flüchtlinge zunehmend eine wirtschaftliche Option.

Von Kai Hasse

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