Nach Beginn des Ausbildungsjahres gucken altmärkische Betriebe in die Röhre

Noch 200 Lehrstellen offen

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200 Lehrstellen sind altmarkweit noch offen, obwohl das neue Ausbildungsjahr begonnen hat. Auf der anderen Seite suchen noch 199 Jugendliche einen Ausbildungsplatz.

mei Altmark. Es gibt immer weniger Lehrlinge in der Altmark, die immer weniger Lust auf handwerkliche Berufe haben. Nach dem Start des neuen Ausbildungsjahres am 1. August bzw. 1. September sind aktuell noch 199 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle.

Auf der anderen Seite sind noch 200 Ausbildungsplätze unbesetzt.

Die Stendaler Arbeitsagentur macht den demografischen Wandel dafür verantwortlich, dass es gegenüber dem Vorjahr 3,6 Prozent weniger Bewerber um eine Lehrstelle gibt. Die Bevölkerung in der Altmark altere zunehmend, es gibt immer weniger Jugendliche „mit veränderten Berufswahlentscheidungen“. So sei eine duale Berufsausbildung gleich nach der Schulzeit nicht mehr das Hauptziel der Jugendlichen. Immer mehr würden studieren oder Zeit mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr überbrücken, sagt Markus Nitsch, Chef der Stendaler Arbeitsagentur. Außerdem würden viele Jugendliche die angebotenen Lehrstellen nicht wollen.

Nitsch verweist auf die sogenannte Einstiegsqualifizierung (EQ) durch ein Langzeitpraktikum. So könnten Jugendliche und Arbeitgeber testen, ob er oder sie für die entsprechende Ausbildung geeignet ist. Das Praktikum bietet dem Ausbildungsbetrieb die Möglichkeit, den Jugendlichen über einen langen Zeitraum kennenzulernen. Damit könne die Leistungsfähigkeit besser eingeschätzt werden. Die jungen Menschen erhalten Gelegenheit, mit neuen Aufgaben zu wachsen, um eine Lehre zu beginnen.

Das betriebliche Langzeitpraktikum dauert mindestens sechs und maximal zwölf Monate und beginnt am 1. Oktober 2017. Interessierte können sich unter Telefon 0800 /455 55 20 melden.

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