Zuschuss für Osterburger Stadtfest steigt um 5000 Euro / Schaustellerbetrieb bekommt 20 000 Euro

„Das Niveau soll gehalten werden“

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Jubiläumstassen, die Anette Bütow im Mai angeboten hat, waren ein „Renner“. Für die Zukunft des Stadt- und Spargelfestes will die Einheitsgemeinde einen neuen Vertrag mit dem Rostocker Schaustellerbetrieb schließen.

Osterburg. „Großvorhaben wie diese sind keine Selbstverständlichkeit“, mahnte Osterburgs Rathaus-Chef schon vor der Drei-Tage-Sause im Mai.

Das Jubiläum sei dann als das „bisher größte und erfolgreichste Stadt- und Spargelfest“ in die Geschichte der Biesestadt eingegangen, schreibt Bürgermeister Nico Schulz (CDU) zwei Monate später in einem finanzintensiven Beschlussvorschlag, den der Ausschuss für Finanzen und Liegenschaften unter Vorsitz von Michael Handtke (CDU) am 13.  September auf den Tisch bekommt.

So habe die Auswertung der 20. Auflage „eine positive Bilanz“ erbracht. Dieses Resümee habe Schulz in einem Treffen mit Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose, Wirtschafts-interessenring-Vorsitzendem Thorsten Schulz und Mitarbeitern der Stadtverwaltung gezogen. Schon bei diesem Gespräch war die „Erhöhung der finanziellen Zuwendung“ als Grund dafür genannt worden, dass es möglich gewesen sei, „ein noch umfangreicheres und niveauvolleres Fest zu organisieren“. Nach Meinung des Einheitsgemeinde-Chefs werde dies „durch Bürgermeinungen und Presseartikel“ belegt.

Die Organisation des biesestädtischen Großereignisses liegt bekanntlich in den erfahrenen Händen von Schausteller Lothar Welte. Mit dem Rostocker pflegt die Ex-Kreisstadt seit Jahren eine vertraglich geregelte Zusammenarbeit. Dieser Pakt soll nun zum dritten Mal geändert werden. Er basiert auf dem Ausrichtervertrag, den die Stadt im Februar 2015 mit Weltes Schaustellerbetrieb geschlossen hat.

Neu geregelt werden soll nun der Paragraf 4 des Vertrags. Demnach will die Stadt Osterburg den Ausrichter bei der kulturellen Gestaltung und bei den Bühnenprogrammen mit 20 000 Euro pro Jahr und Fest unterstützen. Auch der Zeitpunkt der Transaktion der 20 000 Euro wird geregelt. Laut Beschlussvorschlag fließt das Geld „in einer Rate zum zweiten Freitag im April eines jeden Jahres“ – also gut einen Monat, bevor der Trubel in der Biesestadt starten soll.

„Das erreichte Niveau soll unbedingt gehalten werden“, begründet Schulz die Vertragsänderung, die ab 2018 gelten soll. In der Summe enthalten ist ein Zuschuss des Ortschaftsrates Osterburg in Höhe von 5000 Euro. Der Einheitsgemeinde-Chef sei „weiterhin bemüht“, den Betrag durch Spenden einzuwerben. „Da dies aber nicht sichergestellt werden kann, ist eine vertragliche Reglung zwischen der Hansestadt und dem Schaustellerbetrieb nötig“, erklärt er.

Von Antje Mahrhold

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