Räuber in Havelberg gehört wohl zur „Schadewachten-Bande“

Urteil am Landgericht Stendal: Neun Jahre Haft für Überfall

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Justitia verkörpert die Göttin der Gerechtigkeit: Das Landgericht Stendal hat einen brutalen Räuber jetzt zu neun Jahren Haft verurteilt.

mih Havelberg / Stendal. Weil er einen Juwelier im ostelbischen Havelberg bedrängt, misshandelt und bestohlen haben soll, ist ein litauischer Angeklagter vom Landgericht Stendal zu neun Jahren Haft verurteilt worden.

Aus dem Gericht

Im August 2015 soll der Angeklagte unter Mitwirkung einer weiteren Person in das Geschäft gegangen und den Inhaber so schwer verletzt haben, dass dieser einen Monat lang arbeitsunfähig war. Als hilfsbereite Personen herbeieilten, ergriff er mit Wertgegenständen die Flucht. Miteinbezogen ist eine vorherige Verurteilung des Amtsgerichtes Potsdam, welches im Vorfeld wegen zweier weiterer Raubdelikte bereits acht Jahre Strafe verhängt hatte.

„Der Angeklagte im hiesigen Verfahren gehört auch zu der Bande, die vor rund zweieinhalb Jahren den Juwelier im Schadewachten in Stendal überfallen hat“, informiert Dr. Michael Steenbuck, Sprecher des Landgerichts, auf AZ-Anfrage. Seinerzeit, Anfang März 2016, wurde ein 31-jähriger Litauer wegen versuchten schweren Raubes zu insgesamt vier Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte und sein bislang unbekannter Mittäter sollen das Geschäft am 28. August 2015 gegen 9.45 Uhr betreten haben, woraufhin sie direkt begonnen hätten, auf den 57-jährigen Inhaber einzuschlagen. Dabei habe der Mittäter eine Schreckschusswaffe als Schlaginstrument benutzt. Auch die Gattin des Filial-Inhabers wurde bei dem morgendlichen Überfall massiv verletzt.

„Es gibt zwar keine Perso-nenidentität, aber eine übereinstimmende Herangehensweise bei den Überfällen“, erläutert Gerichtssprecher Steenbuck weiter.

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