Auch die größte Stadt der Altmark sieht Strukturschwächen / Kalbe stellt den Sitz infrage

Neuer Tourismusverband umstritten

Aus touristischer Sicht hat Stendal großes Potenzial, da sind sich die Stadträte der Hansestadt einig. Unterschiedliche Ansichten gibt es in der größten Altmarkstadt darüber, ob sich eine gemeinsame Vermarktung mit den anderen Regionen lohnt.
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Aus touristischer Sicht hat Stendal großes Potenzial, da sind sich die Stadträte der Hansestadt einig. Unterschiedliche Ansichten gibt es in der größten Altmarkstadt darüber, ob sich eine gemeinsame Vermarktung mit den anderen Regionen lohnt.
  • Ulrike Meineke
    vonUlrike Meineke
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  • Charlotta Spöring
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cha/mei Stendal / Altmark. Die altmärkischen Kommunen tun sich schwer, dem Nachfolger des insolventen Tourismusverbandes beizutreten.

Salzwedel hat noch nicht entscheiden, Arendsee kann sich noch zu keinem Ja durchringen und will den Landrat hören, Gardelegen, Klötze und Kalbe sind im Boot, wobei Kalbe den Sitz in Tangermünde infrage stellt.

Der Sitz sollte besser mitten in der Altmark liegen, begründen die Politiker der Mildestadt. Ganz leicht hat sich auch das oberste politische Gremium der größten altmärkischen Stadt den Beitritt zum „Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverband“ nicht gemacht. Es gab zwar ein mehrheitliches Ja aus Stendal, aber „dieses Sammelsurium kriegen Sie irgendwann nicht mehr gesteuert“, meinte beispielsweise Reiner Instenberg (Fraktion SPD/FDP/Piraten/Ortsteile) zu dem Konstrukt des Zweckverbandes, dessen Strukturen zu unklar seien. In diese Kerbe hieb auch Hardy Peter Güssau. Seine Fraktion (CDU/Landgemeinden) sehe keinen konkreten Nutzen für die Stadt Stendal, da es dort eigene touristische Strukturen gebe. Güssau: „Stendal hat da nichts zu suchen. “.

Fürsprecher waren Oberbürgermeister Klaus Schmotz, der einen geschlossenen Auftritt der Altmark insbesondere auf Messen für wichtig hält und glaubt, dass der Verband dazu dienen kann, die Hansestadt touristisch weiterzuentwickeln. Viel Potenzial in diesem neuen Verband, der zum 1. Januar 2019 gegründet und finanziell von beiden Landkreisen und den Gemeinden der Altmark getragen werden soll, sieht auch Katrin Kunert (Fraktion Linke/Grüne).

Schlussendlich gab es 16 Stimmen für den Beitritt zum Zweckverband bei 14 Gegenstimmen und sieben Enthaltungen. Als Vertreter in dem Verband soll Oberbürgermeister Klaus Schmotz fungieren.

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