Samur landet höchstens Glückstreffer

Neuer Tiger sterilisiert: Zucht in Stendal bleibt sehr unwahrscheinlich

Samur in seinem früheren Gehege in Süddeutschland. In dieser Woche wechselte er nach Stendal.
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Samur in seinem früheren Gehege in Süddeutschland. In dieser Woche wechselte er nach Stendal.
  • Marco Hertzfeld
    vonMarco Hertzfeld
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Stendal – Kann er nun oder kann er nicht? Inwieweit Samur in Stendal für Nachwuchs sorgen kann, darüber hat es einige Irritationen gegeben.

Stadtsprecher Armin Fischbach bringt auf Nachfrage der AZ Licht in die Sache: „Der Kater ist sterilisiert worden, ehe er von Nürnberg zu uns zog. Seine Fortpflanzungsfähigkeit ist damit also nicht völlig aufgehoben worden, aber dennoch ist eine erfolgreiche Zucht damit sehr unwahrscheinlich. Bei einer Kastration ist die Keimzellenproduktion vollständig eingestellt.“ Pikant bleibt die Angelegenheit so oder so, wollte der Tiergarten doch eigentlich wieder einmal züchten.

„Samur wurde unserem Tiergarten vom EEP-Koordinator für die Tigerin Taina zugewiesen.“ Hinter EEP verbirgt sich ein europäisches Zuchtprogramm mit Sitz in Berlin. „Da wir nicht im EEP Mitglied sind, können die Tiger nur in einem sterilisierten oder kastrierten Zustand an Nicht-Mitglieder abgegeben werden. Eine Wahlmöglichkeit gab es für uns nicht“, meint der Rathaussprecher.

Und überhaupt: „Wichtig war es, dass unsere Tigerin Taina so schnell wie möglich einen neuen Partner erhält.“ Partner seien für die Gesundheit und die Sozialkontakte sehr wichtig, auch wenn sie zunächst in getrennten Gehegen gehalten würden. „Nun wollen wir ihm erst einmal genug Zeit geben, anzukommen und sich an seine neue Gefährtin zu gewöhnen.“ Samur kam am Mittwoch an.

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