Landesregierung will alle Hochwasserhelfer auszeichnen

Neuer Deich kommt 2014

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Mit den Arbeiten am neuen Deich in Fischbeck soll im kommenden Jahr begonnen werden.

ct Stendal/Magdeburg. Der Deich bei Fischbeck soll ab Frühjahr 2014 komplett erneuert werden. Das kündigte Umweltstaatssekretärin Annemarie Keding (CDU) nach der gestrigen Kabinettssitzung an. Bisher ist die beim Hochwasser im Juni gebrochene Stelle provisorisch repariert.

Auch die seit Längerem geplante Deichrückverlegung bei Sandau könne Anfang kommenden Jahres starten. Der Planfeststellungsbeschluss sei nunmehr rechtskräftig.

Insgesamt bezifferte die Staatssekretärin die Schäden an den Hochwasserschutzanlagen des Landes auf 260 Millionen Euro. Hinzu kämen 20 Millionen Euro Schaden bei den Gewässerunterhaltungsverbänden. Fragen des Hochwasserschutzes werden in einer Sonderkonferenz der Länderumweltminister zur Auswertung der Flutkatastrophe im September im Mittelpunkt stehen. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sprach sich dafür aus, dass die Kompetenzen für diesen Bereich in Länderhoheit bleiben. „Es ist aber eine nationale Koordinierung erforderlich“, sagte er mit Verweis auf die überregionalen Ursachen und Auswirkungen solcher Ereignisse. Die Landesregierung hat gestern beschlossen, die Fluthelfer beim Juni-Hochwasser in Sachsen-Anhalt zu ehren. Alle, die bei der Bewältigung der Flutfolgen mit angepackt haben, sollen als Auszeichnung eine Fluthelfernadel erhalten. Ihre Auflage wird nach erster Einschätzung bei gut 50 000 Exemplaren liegen. Kostenpunkt: circa 50 000 bis 60 000 Euro. Die Erfassung der Personen, die dafür infrage kommen, erfolge nach den Einsatzlisten der unterschiedlichsten Gremien (Kommunen, Rettungsorganisationen, Feuerwehren, Bundeswehr usw.).

Deich-Fixing made by Altmark

Darüber hinaus sollen bestimmte Personen, die sich besonders hervor getan haben, mit der Ehrennadel des Landes ausgezeichnet werden. Die Fachressorts seien beauftragt, entsprechende Vorschläge in Abstimmung mit den Kommunen zu unterbreiten. Das Thema Hochwasser werde zudem Schwerpunkt der traditionellen Ehrenamtsveranstaltung des Landes im Dezember sein. Haseloff betonte die Einigkeit in der Koalition in diesen Fragen und begrüßte entsprechende Anregungen seitens der SPD. Von einem speziellen „Hochwasserorden“, wie von Vize-Fraktionschef Rüdiger Erben jetzt vorgeschlagen, hält er jedoch nichts.

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