Farbe kommt nicht gut an

Winckelmann-Museum: Anstrich sorgt für Diskussionen

Stendal. „Diese Farbe entspricht, gelinde gesagt, gar nicht unseren Vorstellungen“, so die Direktorin des Winckelmann-Museums, Dr. Stephanie Bruer. Seit Montagmorgen ziert ein heller sandiger Anstrich die Fassade.

Die Lehmfarbe soll an die Zeit der Errichtung des Gebäudes, das 18. Jahrhundert, erinnern. Bereits seit September vorigen Jahres diskutieren das Museum, die Stadt und die Denkmalbehörde über die endgültige Gestaltung.

Die Winckelmann-Gesellschaft ist lediglich Nutzer des Hauses, Eigentümer ist die Stadt. Daher gehen die Meinungen teilweise weit auseinander, die Entscheidungsfindung ist langwierig. Im Sinne der Denkmalpflege soll der geschichtsträchtige Bau, der bereits 1980 rekonstruiert wurde, möglichst authentisch wiederhergestellt werden.

Dies bringe jedoch das Problem mit sich, dass so gut wie gar kein originales Material mehr vorhanden sei, so Bruer. Es gehe vielmehr um die Schaffung einer farblichen Einheit des Museums mit den danebenliegenden Häusern, den Hausnummern 37 und 38. Das ganze Gelände sei „stückchenweise gewachsen“ und die unterschiedliche Farbgebung erzeuge auch im Innenhof nicht die von der Direktorin gewünschte mediterrane Atmosphäre. Die Diskussionen werden weitergehen.

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