Bauherren investierten im Jahr 2017 im Landkreis Stendal 37 Millionen Euro

271 neue Wohnungen in einem Jahr

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Im Landkreis Stendal investierten die Bauherren im vergangenen Jahr 37 Millionen Euro in 271 Neubauwohnungen, davon 101 in Ein- und Zweifamilienhäusern. „Tatsächlich muss es aber mehr sein“, konstatiert das Verbändebündnis Wohnen. 

Stendal. Vom Single-Apartment bis zum Bungalow: Im Landkreis Stendal sind im vergangenen Jahr 271 Neubauwohnungen entstanden – 101 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Darauf hat das Verbändebündnis Wohnen hingewiesen, in dem sich Baugewerkschaft IG BAU und Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben. Das Bündnis beruft sich bei den Zahlen auf die aktuelle Bau-Bilanz der fertiggestellten Wohngebäude vom Statistischen Bundesamt.

Insgesamt haben die Bauherren im Landkreis Stendal demnach im vergangenen Jahr 37 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn die Wohnraum-Offensive der Bundesregierung klappen soll“, sagt Mirko Hawighorst (IG BAU) vom Verbändebündnis Wohnen.

Insgesamt seien bundesweit im vergangenen Jahr lediglich nicht einmal 285.000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die große Koalition von CDU/CSU und SPD eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 – also 375.000 pro Jahr. „Das bedeutet, dass der Wohnungsneubau schon in diesem Jahr um satte 32 Prozent zulegen müsste. Danach sieht es allerdings bislang weder in Sachsen-Anhalt noch bundesweit aus“, so IG Bau-Regionalleiter Sachsen-Anhalt, Mirko Hawighorst.

Das Verbändebündnis Wohnen fordert daher jetzt den Bund, das Land Sachsen-Anhalt und auch die Kommunen auf, mehr für den Wohnungsbau zu tun. Vor allem für den bezahlbaren Wohnraum. Also für Menschen ohne „extra dickes Miet-Portemonnaie“: „Gerade für den sozialen Wohnungsbau muss deutlich mehr getan werden. Ebenso für den Neubau von Wohnungen, bei denen sich die Menschen die Miete auch leisten können“, so Hawighorst. Auch das Wohneigentum im Kreis Stendal müsse endlich wieder effektiv gefördert werden. „Es müssen sich wieder mehr Menschen die eigenen vier Wände leisten können – vom Maurer bis zur Industriekauffrau. Handwerker, die Wohnungen bauen, sollten auch in der Lage sein, sich eine eigene Wohnung anzuschaffen“, so das Bündnis Wohnen.

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