Übergangslösung soll 2022 fallen / Neue Räume für mehr Vereine

Alte Container haben ausgedient

Joachim Biewald (links) und Vereinsvorsitzender Peter Ludwig stehen am Rand eines Sportplatzes.
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Joachim Biewald (links) und Vereinsvorsitzender Peter Ludwig werfen einen gemeinsamen Blick über den Sportplatz und die Anlagen, die in ihrer Zeit entstanden sind.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Der Stadtrat hat 700 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Damit soll ein neues Vereinsgebäude entstehen. Eindringendes Wasser sorgt dafür, dass die rund 30 Jahre alten Container ersetzt werden müssen

Stendal – Mehr als 30 Jahre sind die Container alt, die der Stendaler Leichtathletikverein 92 momentan sein Zuhause nennt. Nicht immer war das so – und das sieht man den modern gestrichenen, aber in die Jahre gekommenen Metallwänden auch an. An vielen stellen hat der Rost seine Spuren hinterlassen, an der Rückseite fehlt ein Teil der roten Abdeckungen und an der Vorderseite ziehen sich einige große Beulen über mehrere Meter hinweg. „Das war schon so“, erklärt Vereinsvorsitzender Peter Ludwig mit einem Lachen.

Auf den ersten Blick scheinen die Container noch gut in Schuss zu sein.

Die gewichtigeren Probleme, die auch der Grund dafür waren, dass der Stadtrat kürzlich beschlossen hat, 700 000 Euro für einen Neubau in den Haushalt einzustellen, zeigen sich erst im Inneren. An mehreren Stellen im Erdgeschoss sind Eimer aufgestellt, um das heruntertropfende Wasser aufzufangen. Im Obergeschoss finden sich, trotz der Mühen des Vereins, mit Chlor gegen den Schimmel vorzugehen, wie Ludwig berichtet, auch einige dunkle Flecken an den Wänden.

Die großen Dellen an der Vorderseite geben eine Vorschau auf den Innenraum.

Selbst tätig zu werden sei für den Verein nichts Neues, erklärt Ludwig. Erst Ende des Jahres wurde eine neue Hammer- und Diskuswurfanlage, die zu 100 Prozent vom Land Sachsen-Anhalt über das Programm Vereinsstättenbau gefördert wurde, aufgebaut. Auch die Hälfte der Tribünen ist in Eigenleistung gebaut worden. Bei den Containern reichen die vielen helfenden Hände jedoch irgendwann nicht mehr aus. Die ursprünglich als Übergangslösung geplante Einrichtung ist undicht und lässt sich nicht mehr flicken. Als vor einigen Monaten Wasser aus den Steckdosenleisten eines Büros lief, seien auch die Dachdecker da gewesen – konnten jedoch nichts tun. Es sei gut, dass der Stadtrat die Probleme des Gebäudes und die Relevanz der Arbeit des Vereins erkannt habe, erklärt Ludwig. „Wir sind dankbar für die Unterstützung“, stellt er klar. In dem Neubau ohne Obergeschoss soll neben dem LV92 und dem Kreissportbund auch der Behinderten- Rehabilitations-und Seniorensportverein einen Platz finden. Die Vorplanungen seien bereits in Arbeit. Das Geld ist für das kommende Jahr bereitgestellt. Wenn alles gut geht, könne der Neubau also bereits 2022 stehen, erklärt Ludwig.

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