Neue Oase der Erholung

Zur Eröffnungsfeier schlüpften Mitarbeiter in Kleidung aus den 20er bis 60er Jahren und riefen damit so manche Erinnerung bei den Bewohnern wach.

Stendal - Von Thomas Pusch. Rund 21 300 Euro wurden für den neuen Sinnesgarten des Seniorenheimes „Walter Rathenau“ investiert. 3900 Euro davon steuerte die Aktion Mensch bei.

Richard Witt war richtig stolz. Bei der Eröffnung des neuen Sinnesgartens am Seniorenheim „Walter Rathenau“ stand er gestern neben dem Trompetenbaum, den er finanziert hatte. Insgesamt wurden 21 300 Euro für die neue Anlage des Heimes ausgegeben. 3900 Euro steuerte die Aktion Mensch bei. „Durch die Erweiterung der Einrichtung von 44 auf 69 Pflegeplätze verkleinerte sich die Außenfläche“, so Leiterin Angela Zöllner. Es musste ein neues Konzept erarbeitet werden, in das die Wünsche und Ideen der Bewohner einbezogen wurde. Die Anlage sollte zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen und zudem die fünf Sinne anregen. Der Blumen- und Duftgarten spricht das Auge und den Geruchssinn an. Im Naschgarten können die reifen Früchte probiert, dem Zwitschern der Vögel gelauscht werden. Der Tastsinn schließlich kann an Baumrinde und Zweigen trainiert werden.

Im November vergangenen Jahres wurden die ersten Arbeiten in Angriff genommen. „Die Bewohner hatten sich gewünscht Frühling und Sommer noch ohne die Arbeiten genießen zu können. Der lange Winter sorgte dann für eine Unterbrechung bis zum April. Im Mai schließlich wurden die letzten Sträucher gepflanzt. Der Zugang zum Garten ist barrierefrei, verschiedene Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein, zwei separate Bänke mit Pergolen bieten Rückzugsmöglichkeiten.

Anlässlich der Eröffnung des Gartens pflanzte Zöllner zusammen mit Elfriede Beuge, Mitglied des Heimbeirates, eine Sonnenblume, bevor das Sommerfest begann. Für Unterhaltung sorgten das Duo Glücksstern sowie Mitarbeiterinnen, die Mode aus den 20er bis 60er Jahren vorführten.

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