„Solche Taten treffen uns alle“

Solidarität mit islamischer Gemeinde Stendal: Netzwerk verurteilt Moschee-Vorfall

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Das „Netzwerk für die Integration von Migrantinnen und Migranten im Landkreis Stendal“ spricht der islamischen Gemeinde Stendal seine Solidarität aus.

Stendal. Das „Netzwerk für die Integration von Migrantinnen und Migranten im Landkreis Stendal“ verurteilt die Vorfälle vom 2. September vor der Al-Rahma-Moschee in Stendal-Stadtsee auf das Schärfste. Wie berichtet, hatten ca. zehn Personen während des islamischen Opferfestes in der Moschee verbotene rechte Parolen gerufen. Die Polizei erteilte Platzverweise.

„Beim islamischen Opferfest (Eid al-Adha) erinnert man an Abraham, der als gemeinsamer Stammvater verschiedener Glaubensrichtungen gilt“, erklärt das Netzwerk. Dieses mehrtägige Opferfest sei eines der höchsten islamischen Feste und als Familienfest vergleichbar mit der Bedeutung Weihnachtens.

In Stendal sei während der Feier versucht worden, durch die Schaffung einer Atmosphäre der Angst das Opferfest zu stören. Diese Tat verurteilt das Netzwerk und positioniert sich in einer gestern verbreiteten Presseerklärung gegen jede rassistische Äußerung. „Wir sprechen der islamischen Gemeinde Stendal unsere Solidarität aus“, heißt es in der Erklärung weiter. Rassismus und Islamfeindlichkeit jeder Art „haben keinen Platz in unserer Gesellschaft“. Solche Taten „treffen uns alle“.

Das Netzwerk erinnert an das Grundgesetz, in dem die Religionsfreiheit fest verankert ist. „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet“ heißt es da. „Wir wünschen unseren muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein frohes und gesegnetes Opferfest“, so die Netzwerk-Mitglieder abschließend.

Von Ulrike Meineke

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