Magdeburger „Trauermarsch“ zieht regelmäßig auch Altmärker an

Neonazis rüsten sich für den Januar

Beim Aufmarsch dieses Jahr setzten sich linke Gegendemonstranten in den Weg. Die Polizei hatte ihr Tun.
+
Beim Aufmarsch dieses Jahr setzten sich linke Gegendemonstranten in den Weg. Die Polizei hatte ihr Tun.

Magdeburg  /  Stendal – Neonazis und Gesinnungsgenossen wollen am 16. Januar in Magdeburg auflaufen.

Ein sogenannter Trauermarsch sei von einer der Versammlungsbehörde schon bekannten Person angemeldet worden, bestätigt Polizeisprecher Frank Küssner entsprechende AZ-Informationen. An den verheerenden Luftangriff im Zweiten Weltkrieg erinnert die extreme Rechte seit Jahren auf ihre ganz eigene Weise. Die Teilnehmer kamen nicht zuletzt aus Magdeburg, auch aus der Altmark und weiteren Teilen des Landes.

Am 16. Januar 1945 waren große Teile der Elbestadt durch alliierte Bomber zerstört worden. Der 16. Januar fällt 2021 auch noch auf einen Sonnabend, den bevorzugten Wochentag von Demonstranten. Für die Veranstaltung der extremen Rechte in Magdeburg gibt sich die Polizei gerüstet. Angemeldet sei eine Aktion mit bis zu 250 Teilnehmern. „Der Aufzug von rechtsgerichteten Personen führte in der Vergangenheit stets zu einer Anzahl von Gegenveranstaltungen durch bürgerliches und linkes Klientel“, weiß Küssner.

Seit Ende der 1990-Jahre gibt es immer wieder Aufmärsche in der Landeshauptstadt, bisheriger Höhepunkt war das Jahr 2012, als etwa 1200 Rechtsextreme unterwegs waren. Die Teilnehmerzahl ist zuletzt spürbar zurückgegangen. Für die Polizei herausfordernd blieb es dennoch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare