"Nationalhymne begründet"

Über 900 Menschen singen Rolandlied auf dem Stendaler Marktplatz

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Nach Zählungen der Stadt ist die Hoffnung, dass mindestens 850 Stendaler die „Rolandhymne“ singen würden, erfüllt worden: Etwa 900 Stendaler haben mitgemacht. In einer Viertelstunde haben sie das Stück einstudiert.

Stendal. „Stendal kann alles!“ rief Bürgermeister Schmotz aus, als es geschafft war, „auch singen!“ Recht hat er: Etwa 900 Menschen haben sich gestern Abend auf dem Marktplatz der Stadt getroffen, um zum 850-jährigen Jubiläum der Stadt die „Rolandhymne“ zu singen.

Begeistert von der gelungenen Aktion: Bürgermeister Schmotz mit dem Roland

Die Stadt hoffte auf 850 Sänger. Bis kurz vor 19 Uhr sah es noch aus, als müsse man etwas um die Teilnahme – und die Begeisterung an der Gemeinsamkeit – bangen. Das verflog bald. Der Marktplatz füllte sich, und von den 1000 Ansteck-Buttons, die man zum Austeilen bereithielt, waren am Ende nur noch eine Handvoll übrig. Jakob Brenner, Musikalischer Leiter des Theaters der Altmark, der die Musik geschrieben hatte (der Text stammte von TdA-Mitarbeiterin Aud Merkel), studierte das Lied schnell mit den Menschen ein, unter denen viele Chorsänger waren.

„Stendal kann alles!“ Über 900 Bürger singen das Rolandlied

„Stendal kann alles!“ rief Bürgermeister Schmotz aus, als es geschafft war, „auch singen!“ Recht hat er: Etwa 900 Menschen haben sich gestern Abend auf dem Marktplatz der Stadt getroffen, um zum 850-jährigen Jubiläum der Stadt die „Rolandhymne“ zu singen.

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Das Wagnis klappte: Begeistert sangen die Stendaler „ihr“ Lied. Kinder, Alte, Jugendliche fanden mit den Probe-Durchgängen zunehmend Spaß und Zutrauen an der Gemeinschaftsaktion.

Jakob Brenner vom TdA übte das Stück mit den Stendalern ein.

„Wir haben heute ein Stück Geschichte geschrieben“ rief Schmotz als Dank in die Menge, „wir haben unsere Nationalhymne begründet!“ Auch die Menschen waren danach von etwas seligem Lokalstolz gepackt. „Das muss ins Internet“ rief eine begeisterte Frau. „Das muss es öfter geben, damit wir wieder ein Stück Gemeinschaft spüren“, sagte eine andere, die in vergangenen Jahren Zerstrittenheit in der Stadt bemerkt hatte.

Von Kai Hasse

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