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Fusioniertes Gymnasium in Stendal auf Kurs

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Von: Marco Hertzfeld

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Um- und Ausbau des (früheren) Hildebrand-Gymnasiums in Stendal haben schon weit vor der Fusion begonnen
Um- und Ausbau des (früheren) Hildebrand-Gymnasiums haben schon weit vor der Fusion begonnen. Die Arbeiten sollen im ersten Halbjahr 2023 abgeschlossen sein. © Marco Hertzfeld

Baustelle und Namenssuche zwischen Winckelmann und Hildebrand: Der Landkreis sieht das fusionierte Gymnasium in Stendal auf Kurs.

Stendal – „Die Namensgebung wurde nicht verschoben“, bekräftigt Angela Vogel auf Nachfrage der AZ. Die beiden Stendaler Gymnasien Winckelmann und Rudolf Hildebrand sind zum Schuljahresbeginn 2022/23 fusioniert. Noch immer hat der größere Lernort keinen richtigen Namen, es existiert lediglich der Arbeitstitel „Gymnasialer Standort Stendal“. Die Kreissprecherin will darin keinen Mangel sehen, zumal es für eine Namensgebung feste Spielregeln gebe. Dass die Suche nach einem passenden Namen holprig sein kann, dafür steht die Ganztagsgrundschule an der Goethestraße in Stendal schon fast exemplarisch, der Stadtrat hat kürzlich nach Jahren Astrid Lindgren mehrheitlich erneut eine Absage erteilt. Für das Gymnasium und den Kreistag könnte es deutlich reibungsloser laufen.

Über der Tür in Stenal prangt der Schriftzug Winckelmann-Schule aus noch älterer Zeit.
Über der Tür prangt der Schriftzug Winckelmann-Schule aus noch älterer Zeit. Inwieweit das ein Fingerzeig für den Gesamtnamen sein kann, wird sich zeigen. © Marco Hertzfeld

Landkreis macht keine Probleme aus

Winckelmann oder Hildebrand oder womöglich ein ganz anderer, Kreissprecherin Vogel verweist auf die Schulleitung. Welche Namen möglich sind, sei „erst einmal ursächlich eine Angelegenheit der Schule“. Und ja, beim genauen Prozedere helfe auch in dem Fall ein Blick ins Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt. Dort heißt es: „Der Schulträger kann im Einvernehmen mit der Gesamtkonferenz und der Schulbehörde einen Namen geben.“ Das bedeutet: Es habe erst einmal eine Gesamtkonferenz der fusionierten Schule in Stendal gegründet werden müssen, was erst ab August mit dem Beginn des neuen Lernjahres möglich gewesen sei. Kurz zur Erklärung: Schulträger ist der Landkreis. Eine Gesamtkonferenz besteht aus den Lehren sowie Vertretern von Schülern und Eltern.

Größerem Lernort fehlt noch Taufe

Inwieweit die Fusion geglückt ist, dazu führt Vogel gegenüber der AZ aus: „Aus Sicht des Landkreises können keine Probleme benannt werden. Der Landkreis hält regelmäßig Kontakt zur Schule, Probleme werden seitens der Schule bisher nicht benannt.“ Die Fusion war im Dezember 2021 vom Kreistag unter Dach und Fach gebracht worden. Die Schülerzahlen für zwei eigenständige Gymnasien hatten schon länger nicht mehr ausgereicht. Die Gebäude insgesamt liegen recht dich beieinander, am Mönchskirchhof, Westwall und an der Moltkestraße. Im früheren Hildebrand-Gymnasium laufen noch bis ins erste Halbjahr 2023 millionenschwere Sanierungsarbeiten. Bauzeit und Kosten können aus mehreren Gründen nicht wie einst geplant, eingehalten werden (die AZ berichtete).

Bisher seien 65 Prozent der Baumaßnahmen im gesamten Gebäude fertiggestellt. „Der erste Bauabschnitt wird nach den Oktoberferien 2022 durch die Schule genutzt“, kündigt Vogel an. „Im zweiten Bauabschnitt sind die Ausbaumaßnahmen im WC-Gebäude in voller Umsetzung und die Ausbaumaßnahmen in den Unterrichtsräumen beginnen. Für den Einbau des Aufzuges werden die baulichen Voraussetzungen geschaffen.“ Und noch einmal zur Namensgebung für den Standort insgesamt: Die Gesamtkonferenz kann einen Namen vorschlagen. Ist das Landesschulamt mit diesem einverstanden, schlägt der Landkreis dem Kreistag per Beschlusspapier einen Namen vor. Gibt dieser grünes Licht, werden Schule und Landesschulamt informiert und die Schule kann den Namen tragen.

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