Aber: Ministerium und Gemeinschaft streben „gütliche Einigung“ für die Präsente im Museum an

Nachfahren wollen ans Bismarck-Erbe

Das Bismarck-Museum in Schönhausen muss möglicherweise einige Leihgaben aus dem Erbe des „Eisernen Kanzlers“ herausgeben.

Schönhausen. Das Bismarck-Museum in Schönhausen, Geburtsort Otto von Bismarcks (1815-1898), muss um einige Leihgaben aus dem Erbe des „Eisernen Kanzlers“ bangen, die sich in dem Haus befinden.

Denn das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen in Halle hat in einem Verwaltungsverfahren entschieden, dass von den Erben beantragte Präsente zurückzugeben sind. Der Bescheid erging am 28. April und ist nun rechtskräftig.

Kultusministerium und Erben würden aber eine „gütliche Einigung“ anstreben, teilten das Ministerium und die Erbengemeinschaft mit. Dazu laufen derzeit Gespräche, die in einer vertraglichen Regelung münden sollen.

Das sogenannte Restitutionsverfahren mit den Bismarck-Präsenten aus dem Nachlass von Otto Fürst von Bismarck erfolgt auf Grundlage des Ausgleichsleistungsgesetzes. Darauf bezog sich auch das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen in seinem Bescheid.

Einen Gerichtsprozess hinsichtlich der Präsente, die sich derzeit in einem Depot in Wernigerode und im Bismarck-Museum in Schönhausen befinden, habe es nicht gegeben, wird in der Erklärung weiter betont.

Von Ulrike Meineke

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