Zwei Männer müssen sich verantworten

Nach Überfall auf Stendaler Discounter: Dritter Täter ist bis heute auf der Flucht

Während des Fluchtversuchs im Juli wurde ein Stück des Bordsteines am Gardelegener Kreise beschädigt.
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Während des Fluchtversuchs im Juli wurde ein Stück des Bordsteines am Gardelegener Kreise beschädigt.

Stendal – Es waren drei Männer, die gemeinsam beschlossen haben am 17. Juli den Discounter an der Lüderitzer Straße zu überfallen. Zwei von ihnen wurden gefasst – der 44-jährige Beschuldigte T., der direkt am Überfall beteiligt war, sitzt aktuell in einer Justizvollzugsanstalt ein.

Der 40-jährige Beschuldigte D. , wohnhaft in Berlin, ist auf freiem Fuß. Er stand während des Überfalls Schmiere und hat das Fluchtfahrzeug gefahren.

Sie müssen sich seit Prozessauftakt Ende Dezember vor dem Stendaler Landgericht wegen Schweren Raubes verantworten. Der dritte Mann, der ebenfalls den Discounter betreten hat, ist bislang unbekannt und konnte noch nicht aufgegriffen werden.

Fünf Minuten vor Ladenschluss betraten T. und der Unbekannte den Discounter, forderten mit einer vorgehaltenen Pistole die Herausgabe von Bargeld aus dem Tresor und fesselten die Mitarbeiter. Dabei erbeuteten sie unter anderem 3590 Euro in einem sogenannten „Safebag“ sowie weitere 250 Euro. Der Beschuldigte T. hebelte zwei Kassen im Markt auf und erbeutete aus diesen weitere 750 Euro. Während er und der Unbekannte noch im Markt waren informierte D. sie per Handy über das Herannahen der Polizei. T. versuchte daraufhin, zu Fuß zu fliehen, wurde jedoch nach knapp 250 Metern von der Polizei gestellt und vorläufig festgenommen.

D. und der Unbekannte flüchteten mit dem dafür vorgesehenen Fahrzeug, überfuhren eine Verkehrsinsel am Gardelegener Kreisel und verunfallten. D. konnte festgenommen werden, der Unbekannte befindet sich seither auf der Flucht und entkam mit dem 3590 Euro enthaltenden Safebag. Im Zuge der Festnahme wurde auch die Tatwaffe festgestellt. Dabei handelte es sich eine Softairwaffe, die optisch einer sechs Millimeter Heckler und Koch USP nachempfunden ist.

Die Verhandlung wird im Stendaler Landgericht fortgesetzt.

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