Verkehrsministerium

Ruf nach „Hosenträger“ – Planungen für B 190n gehen weiter

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Altmark – Die Altmark-Autobahn wächst und damit die Ungeduld, dass das Gesamtprojekt vollendet wird. Wirtschaftsverbände und Kommunalpolitiker fordern vehement die Umsetzung der sogenannten „Hosenträger-Variante“.

Neben der A 14 gehören dazu der parallele Lückenschluss der A 39 Wolfsburg – Lüneburg und die Schaffung einer leistungsfähigen Verbindung durch eine neue Bundesstraße 190.

„Die Querspange B 190n ist genauso wichtig wie die Autobahn. Was der Region vor Jahren versprochen wurde, muss nun auch umgesetzt werden“, sagt Stefan Korneck, Unternehmer aus Pretzier und stellvertretender Vorsitzender des Bauausschusses der IHK Magdeburg. Nur so wäre auch der Salzwedeler Raum optimal erschlossen. Seehausens Bürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) sieht darin auch eine wichtige Klammer für die Region. Während die A 14 inzwischen Stück für Stück wächst und für die A 39 zumindest die Planungen auf Hochtouren laufen, ist es um die B 190n ruhig geworden.

Vom Tisch sei das Projekt nicht, versichert das Landesverkehrsministerium auf Nachfrage. Aktuell werde eine Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung für das Gesamtvorhaben erarbeitet. Diese soll Anfang 2021 vorliegen. Anschließend würden zunächst die Planungen der Umfahrungen von Leppin und Tannenkrug im Anschlussbereich der A14 aktualisiert und fortgesetzt. Auf einer Länge von rund zwölf Kilometern war dort bereits an den straßenbautechnischen Entwurfsunterlagen gearbeitet worden.

Die Verbindung zwischen der A 39 in Niedersachsen und der A 14 mit Weiterführung nach Brandenburg, einschließlich einer Querung von Elbe und Havel, sei im Bundesverkehrswegeplan 2004 als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft gewesen. Das Raumordnungsverfahren für den Abschnitt in Sachsen-Anhalt wurde 2007 abgeschlossen. Die Bestimmung der Linienführung erfolgte 2011 bis zur Anbindung der B 190n an die A 14 im Bereich Seehausen.

Für den Bundesverkehrswegeplan bis 2030 habe Sachsen-Anhalt das Vorhaben wieder angemeldet. Dort sei es zunächst in den „nachgeordneten Bedarf“ eingeordnet worden und habe nach Protesten schließlich die Einstufung in den „weiteren Bedarf mit Planungsrecht“ erlangt. „Das heißt, dass bis zum Jahr 2030 die Planungen bis zur Baurechtschaffung durchgeführt werden können, die finanziellen Mittel für einen Baubeginn jedoch voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen“, so die Information aus Magdeburg. (Von Christian Wohlt)

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