Brandstiftung am Elberadweg nicht ausgeschlossen / 30 000 Euro Schaden

Nabu-Turm nur noch Asche

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Als 50 Feuerwehrkräfte Sonntagnacht in Buch eintrafen, stand der Aussichtsturm schon in Vollbrand. Die Kripo ermittelt.

Buch. Nur noch Schutt und Asche sind vom Aussichtsturm des Nabu-Zentrums für Ökologie, Natur- und Umweltschutz (Zönu) seit Sonntagnacht übrig geblieben.

„Eine Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden, da elektrische und gastechnische Anlagen nicht vorhanden sind“, meldet Polizeihauptkommissar Frank Jacob der AZ.

Der Turm bestand aus massivem Holz. Er stand seit Jahren am Elberadweg zwischen den Elbauendörfern Bölsdorf und Buch rund acht Kilometer südlich von Tangermünde. Um 1.19 Uhr wurde der Feuer-Alarm ausgelöst. Insgesamt 50 Kräfte aus vier Wehren kämpften dann zwei Stunden gegen die Flammen. Aber sie hatten wenig Chancen, denn das beliebte Ausflugsdomizil stand beim Eintreffen der Brandbekämpfer bereits „im Vollbrand“, wie das Polizeirevier Stendal am Sonntagmittag mitteilt. „Der Sachschaden wird auf mindestens 30 000 Euro beziffert“, erklärt Jacob. Zum Einsatz kamen Kräfte der Feuerwehren Tangermünde, Miltern, Buch und Bölsdorf. Die Retter waren mit insgesamt neun Einsatzfahrzeugen an die Brandstelle mitten im Landschafts- und Naturschutzgebiet ausgerückt.

Das Gelände, auf dem bis Sonntagnacht der Nabu-Aussichtsturm besondere Einblicke in das Biosphärenreservat ermöglicht hatte, ist noch in der Nacht von der Polizei beschlagnahmt worden. „Es erfolgt eine kriminaltechnische Untersuchung“, sagt der Kommissar.

Von Antje Mahrhold

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