Novellierung des Kinderschutzgesetzes ab 2013: Echter Kinderschutz ist Aufgabe aller

„Mut haben, sich zu kümmern“

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Auf ein Dilemma in der sozialen Arbeit ging Robert Römer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fachbereichs Soziale Arbeit an der Fachhochschule Erfurt in seinem Vortrag „Die Herausforderungen der Lebensweltorientierung“ ein.

Stendal. Die Novellierung des Kinderschutzgesetzes durch den Bundestag Anfang des Jahres stellt alle, die sich ehrenamtlich und hauptberuflich um das Wohl von Kindern und Jugendliche kümmern, vor neue Herausforderungen.

Kernpunkt der Novellierung ist das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) sowie Änderungen im Sozialgesetzbuch (SGB) VIII.

Um einen aktiven Kinderschutz zu gewährleisten setzt der Gesetzgeber unter anderem auf „Fühe Hilfen“ für Eltern sowie auf Netzwerkstrukturen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Des Weiteren können Berufsgeheimnisträger, wie Ärzte, im Einzelfall Informationen an das Jugendamt weitergeben, wenn sie das Kindeswohl gefährdet sehen. Als letzten Baustein hat der Gesetzgeber Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe vorgesehen, um die statistische Datenlage kontinuierlich zu verbessern. „Grundsätzlich begrüßen wir das Gesetz“, sagte Cordula Lasner-Tietze, Kinderschutzbund, gegenüber der AZ. Gerade für Familien mit kleinen Kindern müsse ein breites Angebot an frühen Hilfen geschaffen werden, fordert der Kinderschutzbund, dem es um Prävention geht.

Wie sich diese neuen Anforderungen in der Praxis umsetzen lassen, diskutierten rund 80 Teilnehmer aus dem Bereich der Jugendhilfe der Altmark während einer Fachtagung im Landratsamt. Überschrieben war dieses Treffen mit „Lassen Sie sich vernetzen – von der ‘Ich-AG’ zur ‘Wir-AG’“. Schon dieser Arbeitstitel zeigt das Grundproblem in der Kinder- und Jugendhilfe im Landkreis auf. Es gibt zahlreiche Akteure mit unterschiedlichsten Angeboten.

Von Matthias Kuhn

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