Musik muss Spaß machen

Stendaler Studentin Janika Roloff veröffentlicht Mini-Album

Auf der Breite Straße fühlt sich Janika Roloff wohl. Sie wohnt nun schon seit einem Jahr in Stendal. Am Donnerstag wird ihr Mini-Album im Internet veröffentlicht.
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Auf der Breite Straße fühlt sich Janika Roloff wohl. Sie wohnt nun schon seit einem Jahr in Stendal. Am Donnerstag wird ihr Mini-Album im Internet veröffentlicht.

Stendal – Im nächsten Jahr wird Janika Roloff als Gesangs-Act beim „Deutschen regionalen Fernsehpreis“ zwischen den Preisverleihungen auftreten. Roloff ist erst 20 Jahre jung und hat doch schon so einiges erlebt.

Bereits vier Jahre schreibt sie eigene Texte und beherrscht mittlerweile neben dem Gesang auch drei Instrumente. Gitarre, Ukulele und Keyboard. Aufgewachsen ist sie in Gommern bei Magdeburg. Ein Freund, mit dem sie dort aufgewachsen ist, hat ihr einige Übungen am Keyboard gezeigt. Das Ukulele spielen hat ihr eine Lehrerin in der Hofpause beigebracht und den Rest hat sich die junge Frau alleine angeeignet.

Seit einem Jahr wohnt Roloff in Stendal und kann nur gutes über die Stadt berichten. Die Rolandstadt sei „süß“ und „superschön“, es gebe eine richtiges „Dorffeeling“ in der Innenstadt und die Menschen seien sehr nett. Bei der offenen Bühne der Musikerfabrik habe sie sich richtig wohlgefühlt, erzählt sie. Die offene Bühne findet einmal monatlich im Theater statt. Mit ihrer EP (Extended Play), einer Mischung aus Single und Album, ein Mini-Album sozusagen, möchte die junge Frau ihre Texte und Musik weiter an Menschen herantragen.

„Das Leben ist eine Reise“ ist der Titel der EP. Dieses Lied hat sie bereits mit 17 Jahren als Teilnehmerin eines Songwriter Wettbewerbes vorgetragen. Das Lied selbst hat sie mit 16 Jahren geschrieben und zu diesem Stück steht sie noch immer, auch wenn sie schon ein paar Jahre älter geworden ist. Sie sagt „man darf sich nicht unterkriegen lassen.“ Es sei wichtig, hartnäckig und ehrgeizig zu sein. Am allerwichtigsten aber sei der Spaß an der Sache. Deswegen möchte sie auch andere ermutigen, ihre Texte und Musik in die Öffentlichkeit zu tragen.

Für ihre Texte brauche sie zwischen zehn und 45 Minuten, sagt sie und lacht dabei. Manche können sich das gar nicht vorstellen. Sie möchte das „Leben in allen Facetten darstellen“. Die Texte handeln von Alltagssituationen, die sie selbst erlebt hat. Manchmal sind es aber auch Geschichten von Freunden, die sie inspirieren. Wichtig ist, dass etwas sie bewegt, dann schreibt sie darüber. Das geht dann von „ganz allein“, sagt sie. Ihr Rehabilitationspsychologiestudium kann sie gut mit der Musik vereinbaren.

An den vier Stücken der EP hat Roloff insgesamt zwei Jahre lang gearbeitet, Unterstützung bekommt sie von dem Verein „Gröninger Bad“ in Magdeburg. Dort wurden auch die Aufnahmen für Ihre aktuellen Stücke gemacht. Der Verein fördert junge Künstler aus der Region.

In der Zeit, in der sich Roloff mit Musik auseinandersetzt, hat sie viele Freunde gefunden. Konzerte hat sie bisher vor allem im Raum Magdeburg gegeben. Für ihre Musik und die Auftritte hat sie bisher viel Zuspruch erhalten. In Stendal möchte sie auch gerne auftreten, es fehlen aber noch die Kontakte.

Mit der Veröffentlichung ihrer Musik am Donnerstag auf allen großen Onlineplattformen, wie etwa Itunes und spotify, hofft sie, weitere Zuhörer zu finden. Die Stendaler Studentin hat also noch einiges vor.

VON SIMON GERSTNER

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