Stadtverwaltung legt Prüfbericht vor

Museumsumbau in Stendal: Versagen aller schwarz auf weiß

Das Winckelmann-Museum in Stendal ist großzügig um- und ausgebaut worden. Noch ist nicht alles fertig.
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Das Winckelmann-Museum in Stendal ist großzügig um- und ausgebaut worden. Noch ist nicht alles fertig.

Stendal – Pleiten, Pech und Pannen: Der Um- und Ausbau des Winckelmann-Museums in Stendal ist noch immer nicht ganz abgeschlossen und kostet deutlich mehr als geplant.

Die Verwaltung hat nach einem Auftrag durch den Stadtrat, nicht zuletzt auf Initiative der SPD, noch einmal die Baukosten des Großprojekts beleuchtet und nach einer Mitverantwortung der Winckelmann-Gesellschaft gefragt.

Ein Kernsatz des fünfseitigen Papiers, das der AZ vorliegt: „Letztlich tragen alle am Bau Beteiligten dafür eine gewisse Verantwortung."

Das neue Museum sollte die Stadt ursprünglich 2,3 Millionen Euro kosten, zuletzt war man bei mehr als 3,2 Millionen Euro angekommen. Und nach wie vor wartet die Kommune auf weiteres Fördergeld. Knapp zwei Millionen sieht ein Bescheid vor, der noch auf dem alten Kostenplan basiert. Das Antragsverfahren für die zusätzlichen Kosten laufe, heißt es in dem Bericht des Rathauses an den Stadtrat. Der Landesrechnungshof habe im Übrigen das Projekt schon geprüft, der abschließende Bericht stehe noch aus.

Im Prüfbericht der Stendaler Verwaltung ist unter anderem von Zusatzkosten, Mehrmengen, Bauverzug, nicht vorhersehbaren Nachträgen und einem noch immer nicht bewilligten Förderantrag der Winckelmann-Gesellschaft von 2017 die Rede. Eine aktuelle Folge: Es gebe immer noch Arbeit, insbesondere im Kinder- und Jugendmuseum, im Verwaltungsgebäude, am Trojanischen Pferd und bei den Außenanlagen.

VON MARCO HERTZFELD

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