Team Stendal sucht im Jubiläumsjahr neuen Leiter und neue Mitstreiter

„Müssen uns einschränken“

„Kinder sind die Erwachsenen von morgen“, weiß Stendals Unicef-Leiterin. Sigrid Nellessen sucht händeringend einen Nachfolger, um künftig intensiver in Schulen aktiv sein zu können. Foto: Mahrhold

Stendal. Sigrid Nellessen gibt nach 17 Jahren an der Spitze von Stendals Unicef-Team ihren ehrenamtlichen Führungsjob ab, damit „neue Ideen“ und „frischer Wind“ in der rolandstädtischen Schaltstelle des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Einzug halten.

Allerdings hat die Elversdorferin noch keinen Nachfolger in petto, weshalb sie bis zur Staffelstab-Übergabe alle Fäden zur nächsthöheren Einheit, der Uncief-Arbeitsgruppe Magdeburg, und zur Regionalstelle Berlin in Händen behält.

Den für Einnahmen wichtigen Grußkartenverkauf habe Nellesssen bereits an die langjährige Aktive Sandra Troeger delegiert. Die Arnimerin werde mit einem Teil des derzeit zehnköpfigen Teams heute auf dem Bauernmarkt parat stehen und auch bei Stendals Grünpflanzen-Stelldichein „Garten & Ambiente“ am 27. April mit von der Partie sein.

„Wir werden uns ein bisschen einschränken müssen mit unseren Aktivitäten“, schließt Nellessen einen großen Veranstaltungstag für 2013 aus. Im Herbst sei aber in der Rolandstadt zum 60. Geburtstag des Kinderhilfswerkes ein Achtungszeichen der „Unicefs“ zu erwarten. Was genau das sein wird, will die Elversdorferin aus organisatorischen Gründen noch nicht sagen.

Ihr Nachfolger müsse sich vorwiegend um die monatlichen Arbeitstreffen kümmern und Ansprechpartner für die Magdeburger Kollegen sein. Aber nicht nur der Führungsposten soll neu vergeben werden, auch frische Mitstreiter werden gesucht. Die könnten sich dann auch um den Aufbau eines Junior-Teams kümmern und damit dem Vorbild deutscher Großstädte folgen, wo das Engagement von Kinder und Jugendlichen ausdrücklich erwünscht ist. Das Kinderhilfswerk sei die einzige Einrichtung der Vereinten Nationen, in der Ehrenamtlichen überhaupt die Möglichkeit zur Mitarbeit gewährt werde, weist Nellessen auf eine Besonderheit hin.

Die Arbeit müsse künftig insgesamt „auf mehr Schultern verteilt werden“, wünscht sich Stendals Noch-Unicef-Leiterin. Neue Kräfte brächten nicht nur neuen Schwung, sondern vor allem auch neue Kontakte mit. Nellessen will, sobald ihr Amt neu besetzt ist, den „Chefposten“ zwar abgeben, aber ganz aus Stendals Unicef-Arbeit zurückziehen will sie sich nicht. Zum Beispiel kümmert sie sich auch weiterhin um Aktionen in den Schulen. Und auch Stendals Unicef-Lauf, der alljährlich am Hölzchen durch neue Laufrekorde mehr Geld in die Spendenkasse spült, ist durch die Personalie nicht gefährdet.

Und weil Nellessen die Unicef-Arbeit in den Lehrstätten der Region weiter wichtig bleibt, sucht sie für das Kinder-Musical „Die Gummistiefelhexe“ eine Partnerschule, die das 40-minütige Umweltmärchen über den verantwortungsbewussten Umgang mit kostbarem Wasser mit fünf Darstellern, zwei Sprechern, einem Chor und ein paar Geräuschemachern lehrreich aufführen. Kontakt, Tel.: (039365) 41 321.

Von Antje Mahrhold

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