Nach Schadensserie auf Spielplatz registriert auch die Friedhofsverwaltung zunehmend Zerstörung

Mit dem Müllbeutel zum Friedhof

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Die Leihstation für Grabpflegegeräte ist wieder einer Zerstörattacke zum Opfer gefallen. Auch Hausmüll in den Papierkörben an den Grabfeldern ärgert Friedhofsmitarbeiter Doris Gehrecke und Frank Hoedt vom Tiefbauamt.

pm Stendal. Rege Betriebsamkeit herrscht bei den jetzigen Temperaturen auf dem Stendaler Friedhof. Hinterbliebene beginnen mit der Frühjahrsgrabpflege.

Zur Erleichterung der Arbeiten und als einen besonderen Service hat die Friedhofsverwaltung der Hansestadtverwaltung auf ihren beiden Friedhofsanlagen an insgesamt drei Orten Ausleiheständer mit summasummarum 40 Harken sowie diversen Gießkannen aufgestellt.

Die Gerätehorte waren mit Unterstützung von zwei Stendaler Firmen angeschafft worden. Und die Ständer ließ Stendals Friedhofsverwaltung in einem Wertumfang von etwa 4 000 Euro aufarbeiten und ausstatten. So können die Grabpflegegerätschaften mit Hilfe einer Zwei-Euro-Münze entnommen werden, die zum Lösen der Haltekette nach dem Einkaufswagenprinzip funktioniert. Leider haben nun auch auf dem Friedhof gedankenlose Zeitgenossen ihr Unwesen getrieben. So wurden automatische Halterungen gestohlen oder zerschlagen, Halteketten abgerissen, Harkenstiele zerbrochen oder aus der Verankerung gerissen.

„Die Friedhofsverwaltung verdient nichts an der Ausleihe. Im Gegenteil, wir haben dieses Jahr wieder einige hundert Euro für die Anschaffung neuer Geräte investiert. Damit alle Benutzer den Service in Anspruch nehmen können und nicht wie in jüngster Vergangenheit Geräte auf Wegen oder in Büschen gesucht werden müssen, wünschen sich alle einen pfleglichen Umgang. Wichtig ist auch, dass die Harken und Kannen wieder an die Entnahmestelle zurückgebracht werden, weil sonst einige Ständer überbelegt werden. Weiteren Ärger bereiten uns die Friedhofsgänger, die ihren Hausmüll in Papierkörben entlang der Gräberfelder entsorgen“, berichten Friedhofmitarbeiter Doris Gehrecke und Frank Hoedt.

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