Unrat in der Uchte ist auch der Stadt ein dorn im Auge

Müll im Fluss stinkt den Stendalern

+
Der Wasserstand der Uchte ist durch die zurückliegenden Dürreperioden extrem niedrig. Das fehlende Wasser fördert allerhand Unrat zu Tage, wie hier einen verrosteten Fahrradreifen. 

Stendal – Fußgängern stößt es derzeit bitter auf: Plastiktüten, Blechbüchsen und Glasflaschen prägen das Bild der Uchte. Sogar ein Einkaufswagen verirrte sich vor einigen Wochen in das Flussbett nahe des Stadtsees.

Doch warum kommt der ganze Müll grade jetzt zum Vorschein? „Durch die aktuell niedrigen Pegelstände ist viel Abfall sichtbar geworden, der leider häufig hinterlassen wird“, teilt Rathaussprecher Armin Fischbach mit.

Damit soll nun Schluss sein. Die Stadt kündigte am Montag eine Reinigungsaktion an der Uchte „im Bereich der Erich-Weinert-Straße bis zum Einfluss in den Schwanenteich“ an. So wurde für den gestrigen Dienstag ab 7 Uhr von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes eine Sammelaktion angesetzt, um der Abfallplage den Kampf anzusagen. Doch nicht nur gestern wurde gesammelt. „Die Reinigung soll während des niedrigen Pegelstandes so oft wiederholt werden, bis der Müll beseitigt ist“, schreibt Fischbach der AZ.

Rücksichtslos entsorgt wurde nahe des Schwanenteichs ein altes Zirkusplakat.

Das Müllproblem in der Uchte ist derzeit ein heiß diskutiertes Thema in den sozialen Medien. „Ekelhaft“ schreibt jemand auf Facebook, ein anderer ruft sogar zur großen Müllsammel-Aktion auf. Doch daraus wurde nichts, die Stadt sagte die Aktion aus Sicherheitsgründen ab. AZ-Leser Tom Klein appelliert online an seine Mitmenschen: „Schmeißt euren Müll zuhause weg und werft ihn nicht in unsere Gewässer“.

Von gemeinsamen Sammel-Aktionen in seiner Heimatstadt hält der Stendaler viel, ist aber der Meinung, jeder könne zunächst vor der eigenen Tür kehren. „Wenn euch Müll irgendwo stört, dann startet keine großen Reden, sondern packt selbst mit an und sammelt ihn in Müllsäcke“, schreibt er entschlossen. Am Ende stehe es aber „natürlich jedem frei, sich zu engagieren“, so Klein.

VON CHARLOTTA SPÖRING

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare