Islamische Gemeinde beschäftigen die Politik

Extremismus-Vorwürfe: Stendaler Moschee-Umfeld im Fokus

Die Al Rahma-Moschee in Stendal: CDU-Politiker fordern die Islamische Gemeinde auf, extremistische und radikale Äußerungen im Umfeld der Moschee sofort zu unterbinden. Die Gemeinde selbst weist die Extremismus-Vorwürfe zurück und betont, dass sie eine friedliche Gemeinde sei und auch bleiben wolle.
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Die Al Rahma-Moschee in Stendal: CDU-Politiker fordern die Islamische Gemeinde auf, extremistische und radikale Äußerungen im Umfeld der Moschee sofort zu unterbinden. Die Gemeinde selbst weist die Extremismus-Vorwürfe zurück und betont, dass sie eine friedliche Gemeinde sei und auch bleiben wolle.

Stendal. Die Extremismus-Vorwürfe gegen die Islamische Gemeinde Stendal haben jüngst auch den Innenausschuss des Magdeburger Landtages beschäftigt.

„Mit großer Bestürzung haben wir die Erkenntnisse aus dem aktuellen Verfassungsschutzbericht zur Kenntnis nehmen müssen“, sagt der Stendaler CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Chris Schulenburg. In einem gemeinsam mit seinem Parteifreund Hardy Peter Güssau verfassten Schreiben wendet er sich an den Gemeindevorstand.

„Sie als Vorstandsmitglieder haben eine besondere Verantwortung nicht nur für den Verein als Institution, sondern auch für den sozialen Frieden im Landkreis Stendal“, heißt es darin. „Deshalb fordern wir Sie auf, umfassende Vorkehrungen zu treffen, dass extremistische und radikale Äußerungen im Umfeld der Moschee sofort unterbunden werden. Wir erwarten von Ihnen, dass Sie in Zukunft nach diesen Maximen handeln und ohne schuldhaftes Zögern solche Personen ausschließen und natürlich den Behörden entsprechende Sachverhalte anzeigen.“

Die Gemeinde selbst hatte in einer Stellungnahme mit Empörung auf die Vorwürfe reagiert und diese zurückgewiesen. Mitglieder, „die antisemitische Aktivitäten in ihrer privaten Facebook-Seite veröffentlichen“, würden sofort ausgeschlossen. „Wir möchten unsere Mitbürger in Stendal beruhigen und ihnen versprechen, dass wir immer eine friedliche Gemeinde bleiben“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Von Christian Wohlt

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