Hundefreundin denkt an ein eigenes Treffen in der Altmark

Wo der Mops Herzen bricht

Carmen Hanken (l.) hat nützliche Tipps für Mops-Freundin Maren Maatz.
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Carmen Hanken (l.) hat nützliche Tipps für Mops-Freundin Maren Maatz.

Stendal – Dass der Mops typisch für die Altmark sei, das glaubt Maren Maatz eher nicht. Auch wenn einem der kleine Kerl in Stendal und anderen Städten der Region schon hin und wieder über den Weg läuft.

Es handelt sich um eine anerkannte englische Rasse, der Mops stammt ursprünglich aus China.

Raena, die Hündin der 43-Jährigen, gehört zu einer altdeutschen Linie. „Sie hat etwas mehr Nase und neigt nicht ganz so zum Übergewicht“, erklärt Maatz und schmunzelt. Das gesamte Paket reiste am Wochenende nach Magdeburg. Beim 2.  Mopstreffen für Hinz und Kunz der Szene zeigte sich auch ein bekanntes TV-Gesicht.

Carmen Hanken, Frau des XXL-Ostfriesen und Knochenbrechers Tamme Hanken, nahm sich Raena zur Brust. Die Norddeutsche habe die Krallen des Mopses fachmännisch gestutzt und ganz in der Manier ihres vor drei Jahren verstorbenen Mannes so manche Blockade im Rückenwirbel gelöst. „Derartige Verspannungen bilden sich zum Beispiel dann, wenn das Tier vom Sofa springt.“ Vorgestellt hat die Altmärkerin ihr Tier aber vor allem wegen der sogenannten Patellaluxation. Dabei verlagert sich die Kniescheibe, der Hund lahmt irgendwann. Hanken konnte den Verdacht der Tierärzte nicht bestätigen.

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Maatz und Raena haben sich in der Elbestadt pudelwohl gefühlt. „So viele Möpse auf einen Schlag.“ Selbst die Betreiber des Cafés Treibgut und Organisatoren des Treffens haben einen Mops. „Das Tier heißt Motte und hat sich nicht in den Vordergrund gespielt“, berichtet die Tangerhütterin amüsiert. Die Vierbeiner tobten miteinander umher und legten auch gemeinsam Ruhepausen ein. Ihre Besitzer fachsimpelten und teilten Geschichten über ihre Lieblinge. Womöglich seien bei der nächsten Auflage 2020 ja mehr Altmärker vertreten und vielleicht findet ja irgendwann auch ein solches Treffen in dieser Region statt.

Möpse in verschiedenen Farben vor dem Neuen Schloss im Tangerhütter Stadtpark? Ein Bild für die Götter. Maatz muss darüber nachdenken. All zu viel Rampenlicht könnte zumindest ihrer Raena, die in Familienkreisen schon jetzt auch die Kaiserin genannt wird, womöglich nicht guttun. Der Mops ist nicht der einzige Vierbeiner daheim. Lumpi, ein Mix aus Irish Setter und Border Collie, lebt seit 2012 im Tangerland. Mops Raena ist vier Jahre jünger. Maatz hat die Kaiserin von einer Freundin übernommen, die eigentlich mit dem Tier aus Bayern züchten wollte, es ob der Diagnose Patellaluxation aber lieber sein ließ.

Für die Familie ist Raena ein Glücksgriff. Dass Hunde die Welt ein Stück besser machen, davon ist die 43-Jährige im Gespräch mit der AZ übrigens fest überzeugt. Schlagzeilen aus der ganzen Republik über Hunde-Attacken auf Menschen, von Kot verschmutze Straßen und Streit um allzu langes Gebell kennt auch Maatz. Doch: „Der Hund, egal, welcher Rasse, ist das, was wir aus ihm machen.“ Sie freue sich jedenfalls über jeden weiteren Mops in der Altmark und auf ein Wiedersehen mit Hundefreunden aus Sachsen-Anhalt und darüber hinaus. Auch mit der Knochen-Frau Hanken wolle sie in Kontakt bleiben.

VON MARCO HERTZFELD  

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