1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Stendal

Möringer Kita liegt vor dem Zeitplan – Milder Winter hilft Bauarbeiten

Erstellt:

Von: Stefan Hartmann

Kommentare

Gespannt schauen die Kinder der Möringer Kita dabei zu, wie einer der Maurer die Zeitkapsel in einer Wand verschwinden lässt.
Gespannt schauen die Kinder der Möringer Kita dabei zu, wie einer der Maurer die Zeitkapsel in einer Wand verschwinden lässt. © Hartmann, Stefan

Etwa ein Jahr müssen sich die Möringer Kitakinder noch gedulden, bis ihr neues Domizil fertig sein wird. Dennoch geht es gut voran. Die Bauarbeiten liegen wegen des milden Winters rund einen Monat vor dem Zeitplan.

Möringen – „Beim Start hätten wir nicht gedacht, dass es so schnell geht“, sagt Elimar Brandt, Vorstand der Borghardt-Stiftung, bei der Grundsteinlegung der neuen Kita in Möringen. Deshalb habe er sich entschlossen, gleichzeitig auch noch Richtfest zu feiern, erklärt er dem versammelten Publikum aus Kindern, Politikern, Stiftungsmitgliedern sowie natürlich Handwerkern und Architekten. Ohne alle diese wären das Projekt und vor allem der schnelle Baufortschritt nicht möglich gewesen.

850 Quadratmeter Bruttofläche entstehen derzeit auf dem 3400 Quadratmeter großen Grundstück. Nach Abzug der Wände bleiben dann noch rund 680 Quadratmeter übrig, auf denen sich Kinder und auch Erzieher tummeln können, erklären Brandt und Architekt Steffen Klug. Gerne hätte es eigentlich ein wenig größer sein dürfen, schätzt Brandt den Platzbedarf ein. So passe es zwar für die vorgesehene Zahl von Kindern, aber wenn doch in einem Notfall weitere Kapazitäten gebraucht würden, stoße man so schneller an seine Grenzen. Bis zu 60 Kinder sollen in der Einrichtung einen Platz finden. Davon 20 im Krippen- und 40 im Kitabereich. Das sei aber quasi nur die Vorplanung. Bei Bedarf würden die Mengenverhältnisse an die Gegebenheiten angepasst, sagt Brandt.

Ortsbürgermeisterin Christina Jacobs (CDU) blicke mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die in ihrem Dorf laufenden Arbeiten. Traurig sei sie, weil die Grundschule geschlossen und abgerissen wurde. Aber natürlich auch mit einem lachenden, denn mit dem Neubau werde das Kinderlachen im Ort nicht verstummen.

Auch Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) blickt positiv auf das Projekt. Die Hansestadt zeichne sich damit aus, dass sie eine vielfältige Mischung an Kita-Trägern habe. Dass dieses Bauprojekt jetzt recht zügig fortgeschritten sei, wertete er als Zeichen dafür, dass der Weg auch in Zukunft vernünftig sei.

„Jeder in Bildung investierte Euro lohnt sich“, erklärt Landrat Patrick Puhlmann (SPD). In seiner bislang zweijährigen Amtszeit sei es die dritte Kita bei deren Einweihung, Grundsteinlegung oder bei einem ähnlichen Ereignis er dabei sein durfte. Noch vor zehn oder 15 Jahren hätten die Prognosen gesagt, dass all diese Kitas nicht benötigt werden. Dass sie nun gebaut werden, zeige auch, dass der Bedarf an Kitas da ist – und die Prognosen daneben lagen. Puhlmann wünschte den Kindern und Erzieherinnen ein gutes neues Zuhause.

Auch um ihre Arbeitsplätze müssten sich die Erzieherinnen nicht sorgen, erklärt Brandt auf AZ-Nachfrage. Allen sei angeboten worden, in die Borghardt-Stiftung zu wechseln. Bislang sei ihm nicht bekannt, dass jemand das Angebot nicht annehmen wolle.

Einen Namen für die neue Einrichtung gebe es derweil aber noch nicht. „Es wäre schön, wenn die Kinder beteiligt werden können“, sagt Brandt. Bei der Kita „Abenteuerland“ habe die Namensfindung auch über eine Art Umfrage unter Kindern und Eltern funktioniert. Beim genauen Öffnungsdatum wolle er sich aber noch nicht zu genau in die Karten schauen lassen. Vorgesehen sei laut Bauplanung das Frühjahr 2023 als Fertigstellungstermin. Da die Arbeiten wegen des milden Winters jedoch bereits jetzt einen Monat vor dem Zeitplan lägen, sei es nicht auszuschließen, dass die Kita im Stendaler Ortsteil insgesamt etwas eher als geplant in Betrieb geht.

Auch interessant

Kommentare