Kicker müssen nicht mähen

Möringer Fußballer bekommen einen Kunstrasenplatz

Während die Arbeiten für den künstlichen Rasen laufen, herrscht auch nebenan auf der etablierten Spielfläche der Möringer Fußballer Betriebsamkeit.
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Während die Arbeiten für den künstlichen Rasen laufen, herrscht auch nebenan auf der etablierten Spielfläche der Möringer Fußballer Betriebsamkeit.

Möringen – Routiniert bewegt der Mann den Rasentraktor über das natürliche Grün, die Spielfläche der Kicker will gepflegt sein. Gleich daneben lässt der Möringer Sportverein seine Zukunft gestalten.

Immer wieder lenkt der Mitarbeiter einer Schönebecker Firma geduldig die große Walze über die fingergroßen Steine, die schon bald mit den Kunstrasen tragen sollen.

„Kunstrasenplätze haben gewisse Vorteile und der Möringer SV wollte weitere Trainingsflächen haben“, weiß Stendals Rathaussprecher Armin Fischbach auf Nachfrage der AZ. Die Hansestadt unterstützt das Bauprojekt des Vereins mit 50 000 Euro.

Kunstrasen sei grundsätzlich kostengünstiger in der Unterhaltung und könne naturgemäß auch in den Wintermonaten ohne große Probleme genutzt werden. „Was die potenzielle Trainingszeit verlängert.“ Bauherr ist der Möringer SV, der symbolische erste Spatenstich ist vom Vorstand höchstselbst gesetzt worden. In einem sozialen Netzwerk lässt der Verein Mitglieder und Fans an der Entwicklung teilhaben. Es dürfte nun ziemlich rundlaufen, auch wenn Corona und die Folgen den Verein ausgerechnet im Jubiläumsjahr getroffen haben. Die Saison in der Landesklasse läuft und das Bauprojekt nimmt Fahrt auf.

100 Jahre Möringer SV verpflichten, die Verantwortlichen schreiben mit dem Kunstrasenplatz ein weiteres Kapitel in der Vereinsgeschichte. Die neue Spielfläche soll die Pappelarena, wie das gepachtete und am Ortsrand gelegene Areal des Vereins heißt, entlasten. Allzu oft soll gerade im Winter wegen Unbespielbarkeit des Platzes kein Training oder Punktspielbetrieb möglich gewesen sein. Eine zweite klassische Spielfläche scheiterte demnach am Geld. Ein kleinerer Kunstrasenplatz scheint die Lösung: Die Mannschaften des Vereins können dort den Winter durch mindestens trainieren und den Rasenplatz schonen.

Anfang August fiel gewissermaßen der Startschuss. Pappeln mussten weichen, ein Unternehmen aus Badingen erledigte mit schwerer Technik die Arbeiten. Der Verein zeigt sich in der Region verwurzelt, davon zeugen Unterstützer und Förderer des Projektes. Und natürlich ist auch die öffentliche Hand mit im Boot, das nötige Geld kommt unter anderem auch von Land und Landkreis und der Lotto-Toto-Gesellschaft Sachsen-Anhalt. Insgesamt ist ein niedriger sechsstelliger Betrag für das Projekt in der Stendaler Ortschaft veranschlagt. Mindestens einmal lässt sich vom Verein lesen: „Vorab schon einmal ein großes Dankeschön.“ VON MARCO HERTZFELD  

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