„Möchte die Altmark volksnah beleuchten“

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„Das Schreiben geht mir gut von der Hand“, charakterisiert sich Dietrich Schulze (77).

pm Stendal. „ Es ist erstaunlich, dass du dich so gut an die Kindheit und Ereignisse aus dieser Zeit erinnern kannst.“

Solche und ähnliche Äußerungen hört Dieter Schulz, wenn Freunde, Bekannte und Literaturinteressierte lesen, was der 77-Jährige zu Papier bringt und in kleine Bücher binden lässt. „Oft kommen die Erinnerungen in der Nacht, bei Gesprächen mit einstigen Kollegen, Sportfreunden und Schulkameraden aber auch von Passanten, die mich auf der Straße ansprechen, so dass mir das Schreiben mehr oder weniger gut von der Hand geht, worauf ich darauf achte, dass sich die Zeilen oder Satzenden reimen“, erzählte der Glaser, Böttcher, Tischler, Fußballschiedsrichter und Hobby-Schriftsteller.

In seinem ersten Buch mit dem Titel „Ich habe alles so erlebt“ schildert er Begebenheiten seiner Kindheit und Jugend in Stendal, die durch die Kriegs-und Nachkriegsjahre geprägt waren. Sein zweites Buch nannte er „Ich, ein gelernter DDR-Bürger“. In diesem Werk werden Erlebnisse und Vorkommnisse aus dem sozialistischen Alltag und Berufsleben geschildert, die das Zusammenleben und die persönliche Entwicklung geprägt haben. Drei Verstorbene verschiedener Jahrgänge lässt der Autor in seinem dritten Buch zur Erde zurückkehren und noch einmal die Kindheit in verschiedenen Gesellschaftssystemen erleben.

Vor wenigen Tagen zeigte Schulze stolz sein vollendetes viertes Werk „Ein Tag im April 1945“. Auf zirka 100 Seiten wird in Minutenabständen der Tagesablauf mit allen Schwierigkeiten in den Kriegswirren dargestellt. „In meinen Büchern erhebe ich keinen Anspruch auf literarische Feinheiten. Ich möchte mit meinen Schilderungen die Leser in verständlicher Form an Dinge erinnern, die sie eventuell selbst erlebt haben oder auf Historisches hinweisen, was nicht bei allen bekannt oder schon in Vergessenheit geraten ist“, erklärt der Hobby-Autor.

Schulze fühlte sich bislang auf verschiedenen Lesungen in seinen Vorstellungen bestärkt. Kaum ist das letzte Buch, an dem er zirka vier Monate lang gearbeitet hat, gebunden, hat der Stendaler bereits neue Ideen für sein fünftes Buch. In diesem Werk möchte der 77-Jährige Land, Leute, Wälder, Sehenswürdigkeiten und Typisches aus der Altmark volksnah beleuchten – und dabei natürlich keinen wissenschaftlichen Anspruch erheben.

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