Millionenprojekt nach Jahren auf der Zielgeraden

Bauhof in Stendal zieht ab April um

Das Tor des neuen Bauhofs in Stendal steht offen.
+
Durch dieses Tor rücken ab April vermehrt die Fahrzeuge des Stendaler Bauhofes für ihre Tagesaufgaben aus. Die Mitarbeiter ziehen nach und nach vom Uchtewall an dieses neue Domizil an der Arneburger Straße.
  • Marco Hertzfeld
    vonMarco Hertzfeld
    schließen

Neubau und Umzug des Bauhofs in Stendal sind ein Dauerthema. Nun soll es so weit sein, ab April ziehen die Mitarbeiter vom Uchtewall an die Arneburger Straße - nach und nach.

Stendal – Der kommunale Bauhof zieht voraussichtlich ab April in das neue Domizil an der Arneburger Straße, bereichsweise, also nach und nach. Zuletzt hatte die Stadt schon gar keinen Termin mehr nennen wollen, Neubau und Umzug schienen sich zu einer scheinbar unendlichen Geschichte auszuwachsen. Das Vorhaben sollte Anfang 2016 noch knapp eine Million Euro kosten, später war von gut 1,8 Millionen Euro die Rede. Etwas mehr als 2,1 Millionen Euro hat der Stadtrat letztendlich genehmigen müssen, einschließlich der 352 000 Euro, die nicht zuletzt wegen allgemein steigender Baupreise nötig wurden. „Dieser Kostenrahmen wurde eingehalten“, teilt Stadtsprecher Armin Fischbach mit.

Mitarbeiter packen nach und nach

In direkter Nachbarschaft zum Landesfeuerwehrmuseum sind eine Salz- und Fahrzeughalle sowie Büro-, Sozial- und Werkstattgebäude entstanden. „Maßgeblich für die relativ lange Bauzeit war, dass die Finanzierungsmittel zur Umsetzung der Gesamtmaßnahme abschnittsweise über drei Haushaltsjahre eingestellt waren.“ Deshalb, umschreibt Fischbach auf Nachfrage dieser Zeitung für die Stadt weiter, konnten einzelne Maßnahmen auch wirklich nur jahresweise nacheinander erledigt werden. Die Salz- und Fahrzeughalle wurde im Juli 2020 von der Bauaufsicht abgenommen. Weil an einer Stelle für die Nutzung offenbar nachgebessert werden muss, läuft noch ein Änderungsverfahren, in zwei Monaten könnte es abgeschlossen sein.

Kosten gestiegen, Bauzeit recht lang

Unabhängig davon haben laut Fischbach mittlerweile die Salzlagerhalle, das Gebäude mit Büros, Sozialräumen und Werkstätten sowie die Außenanlagen grünes Licht von der Bauaufsicht. Der Bauhof zieht an eine große und für seine Aufgabenfülle recht günstig verlaufende Straße. Auf dem Zettel der Mitarbeiter stehen unter anderem: Straßenreinigung und Winterdienst, Pflege öffentlicher Grün- und Friedhofsflächen, Reparaturarbeiten in den Ortschaften, Sicherungsmaßnahmen insbesondere an Straßen und Wegen, Straßenbeschilderung. Auch wenn Stendal feiert, ist der Bauhof zu Stelle, baut auf und ab. Der Sachsen-Anhalt-Tag im Juli 2022 könnte eine größere Herausforderung sein.

Zukunft des alten Domizils am Uchtewall weiterhin offen

Politik und Verwaltung waren mit dem Sitz am Uchtewall nicht mehr zufrieden. Bauliche und räumliche Verhältnisse entsprechen demnach nicht mehr heutigen Anforderungen. „Eine Sanierung sowie teilweiser Abriss und Neubau wären unwirtschaftlich gewesen“, bekräftigt der Rathaussprecher. Das Gebäude sei deutlich in die Jahre gekommen. Die neuen Räumlichkeiten sollen den Kollegen moderne Arbeitsbedingungen, insbesondere hinsichtlich der Sanitär- und Aufenthaltsbereiche, bringen. Wobei, und das sei ihm wichtig, der alte und noch aktuelle Standort die Mitarbeiter keineswegs gefährde. Und, noch kurz: Was aus dem alten Domizil einmal wird, scheint nach wie vor offen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare