Mensch 2013: Helmut Krah bildet sportlichen Nachwuchs im Taekwondo aus

Zeit und Kraft für Jugendarbeit

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Helmut Krah (r.) investiert reichlich Zeit, Kraft, Idealismus und auch Geld in die Jugendarbeit. Er bildet junge Sporttalente wie Domenik Olke (M.) erfolgreich im Taekwondo aus.

Seehausen. Neben Fußball und Handball, Aktivitäten, die in der Sportgemeinschaft (SG) Seehausen seit mehr als 60 Jahren von Kindern und Jugendlichen mit ehrenamtlichen Trainern auch auf hohem Niveau betrieben werden, macht sich die ebenfalls vorhandene koreanische Kampfsportart Taekwondo eher wie ein Exot aus.

Möglich wurde die Arbeit in dieser sehr erfolgreichen Sektion erst durch den Inhaber des Meistergrades, dem dritten Dan, Helmut Krah. Der ehemalige Hauptmann der Bundeswehr ist ein Kämpfer der ersten Stunde, denn bereits 1965, als sich in Deutschland diese Sportart etablierte, begann er in Würzburg mit dem Training. Als er 1993 nach Lichterfelde zog, war seine Tochter darüber nicht sehr erfreut, denn sie befürchtete, dass sie ihr angefangenes Training in Taekwondo nun nicht mehr machen könnte.

Aber ihr Vater hatte da in Verbindung mit dem damaligen Schulhort die Idee, eine Sportgruppe Taekwondo in der Grundschule zu gründen. Als dann der Schulwechsel der Tochter nach Seehausen erfolgte, war es die Lehrerin Cordula Mittag, die Krah überzeugte, auch in Seehausen diese Sportart anzubieten. Die Resonanz darauf war sagenhaft, denn rund 70 Schüler, ein Großteil kam vom damaligen Gymnasium, erschienen zum Training in der Wischelandhalle. Als 2002 dann die Seehäuser Sektion der TUSA (Taekwondo Union Sachsen-Anhalt) beitrat, begann eine neue Phase mit Wettkämpfen und Turnieren und die jungen Sportler mussten sich Prüfungen unterziehen.

Seit dieser Zeit sind die Mädchen und Jungen mit ihrem Trainer permanent auf allen wichtigen Turnieren vertreten. Am 22. Februar werden sie zum Beispiel zu den Ostdeutschen Landesmeisterschaften nach Thüringen fahren. Wie viel Zeit, Kraft, Idealismus und auch Geld in diese Jugendarbeit investiert wird, kann nur der verstehen, der selbst einmal mit Kindern und Jugendliche gearbeitet hat. Um so stolzer ist Krah natürlich auf seine Schützlinge, wenn sie ihre und seine Erwartungen erfüllen. Als Beispiel sei hier das Mitglied Domenik Olke genannt, der seit der Grundschulzeit aktiv dabei ist und im Dezember die Prüfung zum zweiten Dan ablegte. Nun setzt Krah als sein Trainer alles daran, dass sein erwachsener Schüler in zwei Jahren den dritten Dan, also die gleiche Stufe der Meistergrade, die er selbst besitzt, erreicht. „Wir wünschen unserem Trainer noch viel Gesundheit und Elan“, meinten seine 30 Schützlinge der koreanischen Kampfsportart beim Training in der Wischelandhalle.

Von Walter Schaffer

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