Flugplatz-Geschäftsführer zieht Resümee zur Saison und blickt auf 2019 voraus

Für die Meisterschaft vorbereitet

Anfang August gastierte die „Vintage Glider International Rally“auf dem Flugplatz in Borstel. Rund 200 internationale Gäste kamen für dieses Ereignis in die Altmark.
+
Anfang August gastierte die „Vintage Glider International Rally“auf dem Flugplatz in Borstel. Rund 200 internationale Gäste kamen für dieses Ereignis in die Altmark.

Stendal. Autos stehen einige auf dem Parkplatz vom Flugplatz Stendal-Borstel. Nur der Flugverkehr, der wird für die nächsten Monate weitestgehend pausieren. „Jetzt fliegen nur noch die, die es müssen“, berichtet der Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft Mathias Jahn.

Von Ostern bis Oktober geht die Saison und sei damit für dieses Jahr gelaufen. „Das Wetter reicht für den Sichtflug nicht mehr aus“, so der 56-Jährige, der sich auch selbst gerne in die Lüfte schwingt.

Doch nach der Saison ist vor der Saison. Die Wintermonate werden auf dem Flugplatz für Wartungsarbeiten genutzt, denn im nächsten Jahr werfen wieder große Ereignisse ihren Schatten voraus. Der ehemalige Militärflughafen freut sich, vom 7. bis 21. Juli die Deutsche Meisterschaft im Segelfliegen ausrichten zu können. „Mit internationaler Beteiligung“, merkt Jahn an. Rund 110 Teams werden für das Großereignis auf dem Flugplatz erwartet. Dazu würden etwa 500 Menschen allein für die Wettbewerbsteilnahme in die beschauliche Altmark reisen.

Mathias Jahn

Der Wahl-Stendaler, welcher im Jahr 2014 den Posten des Geschäftsführers der Fluggesellschaft Stendal-Borstel angetreten hat, ist froh, dass er und sein Team sowie der Aero-Club in diesem Jahr Erfahrungen mit einem Großaufgebot von rund 200 internationalen Besuchern sammeln konnte. Anfang August gastierte nämlich für etwa 14 Tage die begehrte „Vintage Glider International Rally“ in Borstel. „Die Bewerbung dafür war praktisch eine meine ersten Amtshandlungen“, schildert Jahn und freut sich umso mehr, dass dieser Einsatz Früchte getragen hat. „Das ist eine gute Vorbereitung für die Deutsche Meisterschaft.“ Zudem habe nicht nur die Kreisstadt, sondern auch die Umgebung auf die Gäste aus der Europäischen Union und den asiatischen Ländern einen positiven Eindruck hinterlassen.

Nicht nur in Bezug auf die bevorstehende Deutsche Meisterschaft, sondern vor allem in Voraussicht auf die Weltmeisterschaft im Segelfliegen, welche im Jahr 2020 auf dem Stendaler Flugplatz ausgetragen werden soll, sind die Erfahrungen mit den internationalen Gästen sehr wichtig für die Gastgeber. Denn wie Jahn deutlich macht, gilt es nicht nur sprachliche, sondern auch kulturelle Barrieren zu überwinden. So würde das Thema Pünktlichkeit von den Deutschen beispielsweise anders angegangen werden, als etwa von den italienischen oder spanischen Gästen, welche die Termine für die Besprechungen eher großzügig auslegen würden. Auch kulinarisch seien die Gaumen sehr unterschiedlich getrimmt.

Auf dem Flugplatz Stendal-Borstel sieht es leer aus. Kein Wunder, denn die Saison ist für dieses Jahr gelaufen. „Jetzt fliegen nur noch die, die es müssen“, berichtet der Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft.

Grundsätzlich sei die Saison für die Flugplatzgesellschaft positiv verlaufen. Rund 20.000 Flugbewegungen (Starts und Landungen) kann der Platz Stendal-Borstel für 2018 verzeichnen. „Bei uns ist vieles wetterabhängig“, erklärt Jahn. So auch die Beteiligung an acht Flohmärkten auf dem Areal des Flugplatzes. Dass diese so gut angenommen werden würden, hat der gebürtige Erfurter zunächst nicht erwartet. Rund 70 Stände seien bei der Trödelaktion mittlerweile dabei, mit steigender Tendenz. „Andere Flugplätze vermieten Wohnblöcke oder haben Solaranlagen“, erklärt der 56-Jährige, wie Flugplätze zusätzlich Einnahmen generieren. In Borstel sei dies über Standgebühren möglich. Mit der nächsten Trödelrunde geht es erst 2019 weiter. „Am 13. April“, wie der Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft ankündigt.

Von Laura Kühn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare