Stendaler Heini Lange mit Marke „Hanomag“ bestens vertraut /

Oldtimer auf Landkreistour in Stendal: Meister am Kfz seit 1958

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Heini Lange (r.), Jahrgang 1936, kam schnell ins Gespräch.

Stendal. Flügelartig ist das goldene Dreieck. Ein „H“ in blauer Farbe ziert die Mitte. In gleichem Blau durchzieht der Name „Hanomag“ das Logo. Eines, das ihm, dem Stendaler Heini Lange, wohl bekannt ist.

Die Fahrer dieser Wagen sind stolze Besitzer eines „Hanomag“. Die Fahrzeuge der in Hannover gegründeten Marke machten vorgestern unter anderem in Stendal Halt.

Der Name auf dem Emblem steht für „Hannoversche Maschinenbau AG“. Jenes im Jahr 1871 gegründete Unternehmen, stellte Lokomotiven, Lastkraftwagen, Ackerschlepper, Baumaschinen und Personenwagen her. Letztere, genauer gesagt 15 von ihnen, waren vorgestern im Landkreis Stendal auf Tour und machten Punkt 14. 30 Uhr am Nordwall Halt. Dort wartete Heini Lange, Baujahr 1936, auf die historischen Fahrzeuge, unter denen „mancher Hanomag so alt sein mag, wie ich. “.

Das konnte Michael Trösken, Vereinschef von „Nordwall Classic Garage“, nur bestätigen, als er auf den Initiator und Oldtimer-Experten Thomas Kühnel aus Tangerhütte wartete, welcher die Tour der Hanomags anführte. „Die Fahrzeuge heute sind alle aus Vorkriegszeiten.“

Lange ist, kurz nachdem die Wagen ihre Plätze am Nordwall eingenommen hatten, schnell in Gespräche vertieft, interessiert sich für die Modelle, lässt sich zeigen, was unter der Haube steckt. Dieses Interesse kommt nicht von ungefähr. „Ich habe bei Hanomag gelernt“, sagt der freundliche Mann gegenüber der AZ. „1950 begann ich meine Lehre in der Werkstatt Blume, welche heute an der Dr.-Arthur-Schulz-Straße in Stendal zu finden wäre.“ 1958 war Lange dann selbst Meister für Kraftfahrzeuge und hatte besonders am Anfang seiner beruflichen Laufbahn jene Wagen aus Hannover zu reparieren, die am Sonnabend wie neu in der Hansestadt zu sehen waren. „Nach dem Krieg haben wir Hanomags teilweise aus der Elbe geborgen, um sie wieder aufzubauen“, erinnert er sich an die schwierigen Zeiten nach 1945.

Die Fahrzeuge vom Wochenende, die Mitglieder der Interessengemeinschaft „Hanomag“ gehören (AZ berichtete), waren unter anderem aus Hannover, Oldenburg, Groß-Gerau, Mühldorf am Inn, dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, aus Hildesheim und Wittenberg gekommen. An drei Tagen hatten Interessierte Zeit, sich einen Hanomag-Diesel-Rennwagen von 1939 sowie weitere Fahrzeuge der Stendaler Oldtimerfans anzusehen.

Von Alexander Postolache

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