Polizeistrukturreform beschlossen

„Mehr Sicherheit“: Stendal bekommt neue Polizei-Inspektion

Perspektivisch soll die Zahl der Polizeivollzugsbeamten im Land Sachsen-Anhalt auf 7000 erhöht werden.
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Perspektivisch soll die Zahl der Polizeivollzugsbeamten im Land Sachsen-Anhalt auf 7000 erhöht werden.

Stendal. Stendal bekommt eine neue Polizeiinspektion. Das hat der Landtag Sachsen-Anhalt kürzlich gemeinsam mit dem „Gesetz zur Polizeistrukturreform“ beschlossen. Mit der Umsetzung der Reform kann somit wie geplant am 1. Januar 2019 begonnen werden.

An die Stelle der bisherigen drei Polizeidirektionen treten die vier Polizeiinspektionen in Dessau-Roßlau, Halle (Saale), Magdeburg und Stendal (AZ berichtete), die laut Innenministerium überall im Land eine optimal abgestimmte polizeiliche Aufgabenerfüllung gewährleisten sollen.

„Sinn und Zweck dieser Reform ist es, Organisationsstrukturen bei der Landespolizei zu schaffen, mit denen künftigen Herausforderungen effektiv und effizient begegnet werden kann“, erläutert Chris Schulenburg, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, den Gesetzesentwurf.

Das Polizeirevier in der Stendaler Uchtstraße soll nach AZ-Informationen auch Standort der Polizeiinspektion werden.

„Ich halte die Beschlussfassung für gut“, bezieht Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) Stellung und fügt hinzu: „Stendal und die Altmark bekommen damit eine höhere Wertigkeit innerhalb der Polizeistruktur. Eine höhere Anzahl von Polizisten in der Stadt sehe ich einerseits als Gewähr für mehr Sicherheit und auch als Voraussetzung für ein höheres Sicherheitsgefühl in der Bürgerschaft.“

Auch Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) begrüßt den Beschluss des Landtages in vollem Umfang, welcher aus seiner Sicht dazu beiträgt, dass das Land Sachsen-Anhalt zukunftssicher aufgestellt wird. „Die Präsenz in der Fläche bleibt mit den bewährten Regionalbereichsbeamten und den bisherigen Streifenbereichen gewährleistet. Durch die Erhöhung der Zahl der Polizeivollzugsbeamten auf 6400 und perspektivisch auf 7000 wird sie sogar sichtbar verbessert“, erläutert der Innenminister.

Ob der jetzige Standort des Polizeireviers in Stendal für das Personalaufkommen ausreicht, konnte das Innenministerium noch nicht bestätigen. Schmotz erklärt dazu: „Nach unserer Kenntnis sind die bestehenden Räumlichkeiten am Uchtewall ausreichend.“

Von Charlotta Spöring

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