Winterschäden: Stadt rechnet mit höheren Reparaturkosten

Mehr Frostbeulen an Stendaler Straßen

Die Lüderitzer Straße in Stendal ist gezeichnet von Schlaglöchern.
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Alte Flicken auf der Lüderitzer Straße haben sich geöffnet. Weitere Löcher sind an anderer Stelle der Piste noch hinzugekommen. Nur ein Beispiel von etlichen.
  • Marco Hertzfeld
    VonMarco Hertzfeld
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Der Schnee ist geschmolzen, das Tauwasser abgeflossen. Die Hansestadt Stendal erfasst momentan die Schäden einer schon fast ungewohnten größeren Frostperiode. Eines lässt sich bereits sagen: Die Straßen sind von mehr Schlaglöchern gezeichnet.

Stendal – Stendals Straßennetz ist stärker als sonst vom Frost gezeichnet. Das Tauwetter der vergangenen Woche hat es ans Licht gebracht. Die Schwere der Schäden entspreche grundsätzlich jenen der Vorjahre, doch gebe es schlichtweg mehr Schadstellen, formuliert Armin Fischbach eine erste Einschätzung. „Derartige schnelle Temperaturwechsel, wie wir sie Anfang Februar erleben mussten, sind natürlich nie gut für die Straßenbausubstanz.“ Die ersten Reparaturtouren des kommunalen Bauhofs haben Mitte dieser Woche begonnen. Was die Winterschäden unterm Strich kosten werden, lasse sich noch nicht genauer abschätzen. Sie werden laut Stadtsprecher allerdings sicherlich über dem Niveau der Vorjahre liegen.

Temperaturkurve belastet Asphalt

Die Lüderitzer Straße, eh schon auf der Sanierungsliste, hat einige Löcher und Risse mehr, Autofahrer werden es wissen. Die Bestandsaufnahme in der Einheitsgemeinde dürfte noch nicht ganz abgeschlossen sein. „Die Schäden sind breit gestreut, weshalb ich hier keine vollständige Liste nennen kann.“ Schäden treten demnach sowohl in der Kernstadt als auch in den anderen Ortschaften auf. „Naturgemäß haben asphaltierte Straßen stärker unter dem Frost gelitten, als die vielen gepflasterten Straßen in der Innenstadt“, kann Fischbach noch sagen. Schlaglöcher entstehen durch kleine Risse. Wasser dringt in die Deckschicht ein, das sich bei Frost ausdehnt. Auch Streusalz setzt dem Asphalt zu.

Bauhoftrupps rücken aus

Kollegen aus dem zuständigen Tiefbauamt gehen zunächst „auf Streife“, wie es der Rathaussprecher mit Augenzwinkern nennt. Die Mitarbeiter untersuchen Schadstellen und legen fest, wie diese am sinnvollsten repariert werden sollen. Der Bauhof kann dann loslegen. „Das täglich schaffbare Pensum hängt sehr davon ab, wo und welche Schäden beseitigt werden sollen.“ Die Einheitsgemeinde hat nun einmal durchaus beachtliche Ausmaße. Und natürlich: „Stark befahrene Straßen sind aufwendiger zu sichern als kleine Seiten- und Anliegerstraßen. Da der Schwerpunkt auf den Hauptverkehrsadern liegt, steigert sich die Schlagzahl der täglichen Reparaturen also nach und nach.“

Ausgaben noch nicht genau bezifferbar

Bürger seien übrigens für die Aufnahme von Ausbrüchen eine wertvolle Hilfe. Die verantwortlichen Kollegen könnten aus logistischen Gründen schlicht nicht jede Strecke genauestens untersuchen, erläutert Fischbach gegenüber der AZ weiter. Aufwand und verfügbares Personal spielten nun einmal eine Rolle. Die Meldungen erreichen die Stadtverwaltung vor allem per E-Mail und Telefon, aber auch zunehmend über den Bürgermelder, der auf der Internetseite der Stadt platziert ist. Und wie schon erwähnt: Die Kosten der kurzen intensiven Frostphase können erst im Frühling beziffert werden, zumal auch immer noch neue Schäden gefunden werden. Ob die extreme Kälte noch einmal wiederkehrt, wird sich zeigen.

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