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Frank Hellner, verantwortlich für Bienenschutz und -gesundheit, gibt den Imkern einen Überblick über Krankheiten, die die Bienenvölker und bereits die Brut, wie hier die sogenannte Faulbrut, befallen können. Foto: Wagner
Frank Hellner, verantwortlich für Bienenschutz und -gesundheit, gibt den Imkern einen Überblick über Krankheiten, die die Bienenvölker und bereits die Brut, wie hier die sogenannte Faulbrut, befallen können. Foto: Wagner

Stendal. Sachsen-Anhalts Imker schwärmten aus. Am Sonnabend trafen sie sich in einem Hotel an Stendals Marktplatz zum Tag der Bienengesundheit. Und die Imker erschienen reichlich.

Weit über 100 Bienenfreunde fanden sich ein, sehr zur Freude von Falko Breuer, erster Vorsitzender des Imkerverbands Sachsen-Anhalt.

Gleich zu Beginn gab Frank Hellner, Obmann für Bienenschutz und -gesundheit, den Imkern einen Überblick über Krankheiten, mit denen einerseits speziell die Brut, andererseits die ausgewachsenen Bienen zu kämpfen haben. „Eine Erhebung im Frühjahr hat ergeben, dass circa 1000 Bienenvölker dem Winter zum Opfer gefallen sind. Das entspricht 27 Prozent“, unterrichtete Hellner die Anwesenden. Repräsentativ sei die Studie nicht gerade, nur 38 Vereine beteiligten sich an der Erhebung, bemängelte Hellner und appellierte an die Imker, mehr Zuarbeit zu leisten.

Bei der Bienenzucht müssen die Imker, am Sonnabend vorwiegend männliche Vertreter, auf viele Faktoren achten, damit die Ergebnisse positiv ausfallen. So gelte es, vor allem Stress, Kälte, Futter- und Wassermangel sowie Schadstoffe von den kleinen Nektarsammlern fernzuhalten. Schwierig wird es, wenn Infektionen in den Völkern auftreten. So können Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten die Arbeit der Imker schnell zunichte machen.

Bei einigen Imkern herrscht Unsicherheit, an wen sie sich in solchen Fällen wenden können, vor allem am Wochenende. Hellner versicherte: „Sie können sich an die Leitstelle wenden, die kümmern sich dann.“ In solchen Fällen, wenn ganze Völker verloren gehen, sorgt die Tierseuchenkasse unter anderem für einen kleinen finanziellen Ausgleich, damit die Zucht weiterhin bestehen kann.

Demnächst wird ein Schreiben der Tierseuchenkasse an die Imker gehen. Versicherungsbeiträge pro Volk werden fällig. Breuer beruhigte die Imker, der Verband will mit den Zuständigen das Gespräch suchen, schließlich sei Sachsen-Anhalt ein fast weißer Fleck auf der Landkarte, in Bezug auf die zu versichernden Risiken.

Von Berit Wagner

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