Auf drittschlechtesten Platz im Land

Mehr Ausländer im Landkreis Stendal ohne Job

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Viele Azubistellen gibt es im Bäckerei-Fachverkauf.

Stendal. Sehr langsam kommt der Landkreis Stendal derzeit aus dem Keller der Arbeitslosenstatistik im Land. An drittletzter Stelle steht der Landkreis im Juni 2015 – mit einer Arbeitslosenquote von 11,1 Prozent.

Der Landkreis hat sich um einen Platz verbessert, im Juni 2014 waren es noch 12,3 Prozent Arbeitslose. Einige Trends und Eckdaten:.

6531 Arbeitslose gab es im Juni 2015 – 886 weniger als im Juni 2014. Davon waren 3461 Männer (53 Prozent) und 3070 Frauen (47 Prozent.

1184 Arbeitslose sind hinzugekommen. 360 von ihnen kommen aus einer Erwerbstätigkeit, 296 aus der Ausbildung. 1443 Arbeitslose haben derweil einen Job gefunden: 595 davon gehen in eine Erwerbstätigkeit, 284 in eine Ausbildung oder sonstige Maßnahme.

421 Jugendliche sind arbeitslos – eine Quote von 10,8 Prozent. Es sind 80 weniger als im Juni 2014 (minus 16 Prozent).

Interessenten für eine duale Ausbildung werden weniger: 644 suchten eine Azubi-Stelle, 14 weniger als im Vorjahr. Ausbildungsstellen gab es 579. Ohne Ausbildung sind noch 317 Azubi-Bewerber, ihnen stehen noch 295 offene Azubi-Stellen gegenüber.

Hartz-IV-Empfänger im Bereich Stendal gibt es 5302. Die übrigen 1229 sind Empfänger von Arbeitslosengeld I, das im Regelfall für zwölf Monate gezahlt wird.

Die Kosten für die Hartz-IV-Empfänger belaufen sich – für Sozialgeld, Unterkunft, Heizung und Arbeitslosengeld selbst – zusammen auf 7,2 Millionen Euro.

Viele öffentliche Verwaltungen bauen aus Kostengründen Stellen ab. Das zeigt sich bei der Beschäftigung nach Wirtschaftsbereichen: 248 Stellen sind im Bereich der öffentlichen Verwaltung oder der Sozialversicherungen verloren gegangen.

Der Anteil der arbeitslosen Ausländer ist – prozentual – enorm gestiegen: um 28 Prozentpunkte. Bezogen auf die kleine tatsächliche Anzahl relativiert sich das in den Fallzahlen: 2014 waren es 186, jetzt sind es 238. Der Anteil der Ausländer an der Gesamtzahl der Arbeitslosen beträgt nur 3,6 Prozent.

Von Kai Hasse

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