45 Prozent mehr Verkehr auf Heerener Straße / Kreiselbau folgt frühestens 2017

Maximal vier Tage unerreicht

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Der erste Bauabschnitt, 843 Meter der Heerener Straße, ist noch nicht ganz abgeschlossen. Der Verkehr darf seit der vergangenen Woche bereits rollen. Acht Monate dauerten die Arbeiten bisher.

Stendal. Der erste Abschnitt im Baubetrieb ist kurz vor der Vollendung. Der frische Asphalt wurde kurz vor Weihnachten zur Benutzung frei gegeben.

Bevor sich in frühestens zwei Jahren der Verkehr an den Einmündungen zum Hohen Weg und zur Industriestraße um den jeweilig neuen Kreisel bewegt, werden Prognosen zufolge jährlich etwa 16 000 Fahrzeuge über die Heerener Straße rollen –und sich somit die Nutzung der Landesstraße 32 um etwa 45 Prozent erhöhen.

Letztere sei „gut geworden“, wie Antje Priegnitz kurz bewertet. Ihr Autohaus gehört zu jenen anliegenden Gewerbestandorten, die seit April dieses Jahres unmittelbar von Sanierung direkt betroffen waren. „Die Firmen haben sich Mühe gegeben, dass die Beeinträchtigung nur von kurzer Dauer waren.“ Die Anlieger seien auch immer rechtzeitig über anstehende Zufahrtsprobleme informiert worden. So konnten sich die Unternehmer vor Ort auf die zwei bis maximal vier Tage lange Unerreichbarkeit einrichten und Kunden ihre Kunden darüber informieren.

Entstanden ist eine durchgehend sechs Meter breite Fahrbahn. „Etwas schmal“ findet Autoglasspezialist Jörg Strauß angesichts der starken Lkw-Nutzung. Seine Firma wird „erst“ 2017 – direkt am Hohen Weg gelegen – im zweiten Bauabschnitt beeinträchtigt sein, dann, wenn der Kreisel dort gebaut wird. Ein Vorhaben, das er kritisch sieht. Für genauso kritikwürdig sieht er, dass die bestehenden Stromleitung weiterhin Überirdisch verlaufen. „Wenn eine Straße schon grundhaft saniert wird, kann man das auch gleich in Angriff nehmen.“ Das sieht auch Antje Priegnitz ähnlich, die hofft, dass „in zehn Jahren nicht wieder alles aufgerissen werden muss, weil dann die Masten ihre Nutzzeit abgeleistet haben.“

Die Heerener Straße wurde auf 843 Metern für 2,7 Millionen Euro saniert.

Von Alexander Postolache

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