Straße „Am Markt“ wird erneuert / Vorhaben kostet 735 000 Euro / Beginn nach dem Rolandfest

Stendals Marktplatz wird 2016 saniert

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Variante 1 sieht vor, die Bäume vor den Geschäftshäusern der Straße „Am Markt“ zu pflanzen. Dies würde die Fußgängerflächen „atmos-phärisch aufwerten“. In der zweiten Variante stehen die Bäume auf dem Marktplatz entlang der Straße.

Stendal. „Der Markt wird definitiv im kommenden Jahr saniert. So ist der Plan“, informiert Stadtsprecherin Sandra Slusarek über die geplanten Bauarbeiten an der Straße „Am Markt“. Der Planungsbereich befindet sich zwischen Rathaus, Kornmarkt und Marienkirchstraße.

Neben dem Ausbau der Fahrbahn soll auch der Marktplatz selbst umgestaltet werden. Die Baukosten für Straßenbau, Regenwasserkanäle, Straßenbeleuchtung und Archäologie belaufen sich laut eines Berichts von Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum auf rund 735 000 Euro. Das Vorhaben wird mit Mitteln aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gefördert.

Die Fahrbahn und die Gossen erhalten dann die so genannte „Stendaler Mischung“, einen Granit-Kleinpflaster-Mix in grau-gelben Farbtönen. Bei der Gestaltung der Randstreifen des Marktplatzes hat das Bauamt insbesondere behinderte und ältere Mitbürger im Blick. Geplant ist dort eine möglichst glatte Oberfläche, die gut begeh- und befahrbar ist. Der Gehweg soll mit Natursteinplatten ausgelegt werden. Mit Blick auf die Autofahrer sollen zudem sieben Stellplätze geschaffen werden.

Der Markt soll darüber hinaus mit Bäumen bepflanzt werden. Acht Stück sollen es sein, die niedrig wachsen und kleine Kronen haben. Für die Bepflanzung gibt es momentan zwei Varianten. Variante 1 sieht eine Baumreihe vor den Geschäftshäusern der Straße „Am Markt“ vor. Die Fußgängerflächen vor den Geschäften würden dadurch „atmosphärisch aufgewertet“, wie es im Bericht Westrums heißt. Zudem bleibe die freie Sicht auf das Rathaus und die Marienkirche erhalten.

In der zweiten Variante steht die Baumreihe auf dem Marktplatz entlang der Straße „Am Markt“. Dies habe den Vorteil, dass das Nutzen der Bänke durch schattenspendende Bäume angenehmer sei. Allerdings reduziere diese Variante die Aufenthaltsqualität vor den Geschäftshäusern.

Der Baubeginn ist für den Sommer 2016 vorgesehen, Baustart soll kurz nach dem Ende des kommenden Rolandfestes sein. Die Arbeiten sollen etwa vier Monate in Anspruch nehmen. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme der Stadt, der Stadtwerke sowie der Abwassergesellschaft. Der Stadtentwicklungsausschuss wird in der kommenden Woche über beide Varianten diskutieren. Das letzte Wort hat aber der Stadtrat.

Die Arbeiten am Kornmarkt dagegen sind laut Slusarek „im Plan“. Die Fertigstellung soll am 11. Dezember dieses Jahres erfolgen. Den Weihnachtsmarkt am 10. Dezember würde dies nicht beeinflussen. Neben einem Ausbau der Fahrbahn wurden zusätzlich Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie die Straßenbeleuchtung erneuert. „Das sieht schon alles recht gut aus. Bis zur Fertigstellung ist es ja noch gut ein Monat “, so Slusarek. Die Sanierung kostet die Stadt rund 545 000 Euro.

Von Mike Höpfner

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