Linke wählt ihren Kreisvorstand für die kommenden zwei Jahre

Blasche macht es noch einmal

Die Linke hat ihren neuen Vorstand gewählt. 40 Delegierte nahmen an dem Parteitag teil
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40 Delegierte waren anwesend, 39 gaben ihre Stimme ab. Alter und neuer Vorsitzender Blasche erhielt 37 Ja-Stimmen und bleibt damit für die kommenden zwei Jahre im Amt. Foto:Henke
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Wie zu erwarten war, wird Mario Blasche die Kreistagsfraktion der Linken für weitere zwei Jahre führen. Wie der alte und neue Vorsitzende in seiner Rede selbst erwähnte, hatte er vor zwei Jahren gesagt, dass dies eigentlich seine letzte Amtszeit sein sollte, doch angesichts der schwierigen Lage, in der sich die Partei nach den Wahlen befinde, sei er in diesem Jahr noch ein letztes Mal angetreten. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Stendal – 37 Stimmen erhielt Blasche, zwei Delegierte stimmten mit nein. Ihm zur Seite stehen in den kommenden Jahren die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Katrin Kuhnert und Stefanie Schulz, Beide waren auf dem Parteitag nicht anwesend. Auch hier gab es keine weiteren Kandidaten. Sie erhielten 37 und 38 Stimmen, bei zwei und einer Gegenstimme. Ohne Gegenstimme wurde Werner Schmidt zum Schatzmeister gewählt. Den Vorstand komplettieren acht Beigeordnete.

„Die Wahlergebnisse waren katastrophal, da gibt es nichts zu beschönigen.“, sagte Blasche in seiner kurzen Ansprache vor der Wahl. In der derzeit schwierigen Lage brauche die Linke in Stendal einen Mix aus Erfahrung und Erneuerung, um für die Zukunft gewappnet zu sein.

Grundsätzliche Kritik am Führungspersonal übte Matthias Höhn, der seit der Wahl im September kein Bundestagsmandat mehr hat. Laut Höhn gebe es auf Bundesebene niemanden, der bereit sein, selbst persönliche Konsequenzen nach dem schwachen Abschneiden bei der Bundestagswahl zu ziehen, als die Linke nur knapp den Wiedereinzug schafft. „Der Letzte, der bereit war, zurücktreten war ich selbst“, verwies Höhn auf 2017, als er im November als Geschäftsführer der Partei und damit aus dem Vorstand zurücktrat,

Wulf Gallert, Landtagsabgeordneter der Linken, mahnte dazu, wieder mehr die Sachpolitik und in den Vordergrund zu rücken. Namentlich griff er Sahra Wagenknecht an, die zwar „ständig bei Lanz sitzt“, aber sich innerparteilich und auch im Bundestag aus den meisten Debatten heraushalte.

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