Große Strafkammer beantragt die Unterbringung des Angeklagten in einer psychiatrischen Klinik

Maria H.: Neun Jahre Haft für 27-Jährigen

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Der Angeklagte wird die neunjährige Haftstrafe in einem psychiatrischen Krankenhaus absitzen.

mih Stendal. Erpresserischer Menschenraub, räuberische Erpressung, Vergewaltigung und Geiselnahme. Für all diese Taten ist ein 27-jähriger, vorbestrafter Stendaler gestern zu neun Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden.

Das Gericht befand den Angeklagten in allen Punkten für schuldig. Im Dezember vergangenen Jahres soll er sein Opfer, Maria H. , in Berlin angesprochen und sie im Verlauf vieler Stunden geschädigt haben. Das Landgericht unter dem Vorsitz von Richter Ulrich Galler ordnete zudem an, dass der Angeklagte seine Haftstrafe in einem psychiatrischen Krankenhaus verbüßen soll.

Zum Tathergang: Der Angeklagte soll sein Opfer mit einem Küchenmesser zum Geschlechtsverkehr in einem Berliner Park gezwungen haben. Danach habe er versucht, sich mit ihr in ein Hotelzimmer einzumieten, was ihm aber nicht gelang. Daher sollen der Beklagte und das Opfer im weiteren Verlauf einen Zug in die Rolandstadt genommen haben. In Stendal angekommen verbrachten sie der Anklageschrift zufolge einige Stunden in der Obdachlosen-Unterkunft.

In den Morgenstunden dann soll der 27-Jährige mit der Geschädigten mit Bus und Bahn zu seiner Mutter nach Klötze gefahren sein. Erst in den späten Nachmittagsstunden sei Maria H. dann die Flucht gelungen.

Die Plädoyers seines Verteidigers Sven K. Schneider, der Staatsanwaltschaft und des Nebenklägers wurden zum Schutz des Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlesen.

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