Im März beginnen Arbeiten an der Eisenbahnbrücke in der Osterburger Straße

Tschüss Nadelöhr

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(Symbolfoto)

Stendal. Jetzt soll das Projekt angepackt werden, das seit mehr als zehn Jahren den Stendalern auf den Nägeln brennt: Die Erneuerung der Eisenbahnbrücke in der Osterburger Straße.

Die Baumaßnahme ist unter anderem deshalb notwendig, weil es aufgrund der Breite der Durchfahrt unter der Brücke nicht möglich ist, dass zwei Autos im Gegenverkehr gleichzeitig die Brücke unterqueren. Deshalb hat sich die Osterburger Straße in diesem Bereich zu einem Nadelöhr für den Verkehr entwickelt, das nun endlich abgeschafft werden soll. Denn Hoffnung ist durchaus in Sicht.

Dafür müssen die Hansestadt Stendal und die Bahn AG allerdings ordentlich Geld in die Hand nehmen. 2,25 Millionen Euro beträgt der städtische Anteil an den Baumaßnahmen – abzüglich eines Vorteilsausgleich der DB AG an die Stadt in Höhe von rund 437 000 Euro. Zudem kann Stendal auf Fördermittel aus dem kommunalen Straßenbau des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt rechnen. Insgesamt, so teilte gestern Sandra Slusarek von der städtischen Pressestelle auf Anfrage der Altmark-Zeitung mit, bewegen sich die Gesamtkosten bei 4,189 Millionen Euro.

Die Verhandlungen mit der Bahn AG wegen der Umsetzung dieses seit Langem auf der Wunschliste der Hansestadt stehenden Projekts hatten sich in der Vergangenheit als doch recht schwierig erwiesen. Oberbürgermeister Klaus Schmotz ist nun aber froh, dass in diesem Jahr mit den Arbeiten begonnen werden kann. Losgehen soll es bereits im März. Und sofern alles nach Plan läuft, sind die Arbeiten in der Osterburger Straße im ersten Halbjahr 2015 abgeschlossen.

Dass das Nadelöhr überhaupt angegangen werden kann, verdankt die Stadt unter anderem stabilen Steuereinnahmen, die in den vergangenen Jahren sogar leicht gesteigert werden konnten. Trotzdem betonte OB Klaus Schmotz gegenüber der Altmark-Zeitung, ist die Finanzkraft der Stadt nicht besonders gut, aber stabil. Mit 2,25 Millionen Euro stellt die Brücke den größten Brocken im Haushalt 2014 der Stadt dar.

Zur Geschichte: Die Planungen für die Sanierung und Erweiterung reichen bis ins Jahr 2001 zurück. Bereits vor drei Jahren sollte mit der Sanierung begonnen, erste Bäume bereits gefällt werden. Die Bahn stoppte damals das Vorhaben.

Von Arno Zähringer

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