Volles Haus zum Saisonstart der Rolandmusikanten / Fluch der Karibik verflucht

Lokalmatadoren entern mit Jack Sparrow den Saal

Unter Leitung von Constantin Matei hat das Traditionsensemble im Musikforum Katharinenkirche zwei ausverkaufte Konzerte gespielt. Die Filmmusik des Kinokassenschlagers mit Johnny Depp begeisterte das Publikum im Konzertsaal am Schadewachten. Foto: privat
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Unter Leitung von Constantin Matei hat das Traditionsensemble im Musikforum Katharinenkirche zwei ausverkaufte Konzerte gespielt. Die Filmmusik des Kinokassenschlagers mit Johnny Depp begeisterte das Publikum im Konzertsaal am Schadewachten.

red Stendal. Die Segel gesetzt mit der Macht der Musik durch die Kult-Melodie „Black Pearl“ zum Schiff von Captain Jack Sparrow aus dem Film-Hit „Fluch der Karibik“ haben die Stendaler Rolandmusikanten im Musikforum Katharinenkirche bei ihrem Neujahrskonzert. Zum 21.

 Mal spielte das Ensemble seinen Jahresauftakt im Konzerthaus nahe des Tangermünder Tors. „Beide Veranstaltungen am Samstag und am Sonntag waren ausverkauft“, meldet Dr. Stephan Wolter im Namen des Vorstands des Vereins „Stendaler Rolandmusikanten“.

Unter dem Motto „Blasmusik trifft Klassik und Pop“ nahmen die Lokalmatadore der mundgeblasenen Musik unter Leitung von Constantin Matei ihr Publikum mit auf eine Reise durch verschiedene Musik-Genres und verließen dabei vertraute Pfade von Marsch, Polka und Walzer. Traditionell wurde das Konzert mit dem Marsch „Starparade“ eröffnet – einem Stück ihrer Klangvorbilder, den Egerländer Musikanten: Schmissig und mit eingängiger Melodie von Tenorhorn und Flügelhorn.

„Gold und Silber“ , eine Komposition im Dreivierteltakt von Franz Lehár lud zum Mitwippen und Mitsummen ein, bevor das Publikum von Conférencier und Flügelhornist Harald Schubert in die „Highlights der Klassik“ eingeführt wurde, und zwar mit Ausschnitten aus dem berühmten Klavierkonzert Nr. 1 von Peter Tschaikowski über Beethovens Schicksalssinfonie bis hin zur Ouvertüre der Rossini-Oper „Wilhelm Tell“.

Natürlich durften im vielseitig abgestimmten Programm solistische Stücke nicht fehlen, Thoralf Radde und Hagen Pippel brillierten mit ihren „Lachenden Klarinetten“, während Posaunist Mike Biermann auf einem für Blasorchester eher ungewöhnlichen Instrument, der Mundharmonika, mit seiner Interpretation des „Einsamen Hirten“ von James Last unter dezenter Begleitung zum Träumen einlud.

Mit der „First Suite for Military Band“ von Gustav Holst wurde ein Zeitsprung in die sinfonische Blasmusik vor etwa 100 Jahren vollzogen, unterfüttert von Kesselpaukenklängen. Und mit einem Paukenschlag ging es nach der Pause weiter: Das Ensemble hatte sich einen besonders schweren Brocken vorgenommen: die Filmmusik des Kinokassenschlagers. Mit „Fluch der Karibik“-Symphonic Suite entführte das Ensemble sein Auditorium in mystische Abenteuer des Piraten Jack Sparrow. Dass einige Musiker das schwere Stück in der Probenphase zeitweise verfluchten, war ihnen bei der klanggewaltigen Intonation im Konzert nicht mehr anzumerken.

„Mood Romantic“, eine Pop-Ballade, der Walzer „Les Patineurs“ von Emil Waldteufel sowie weitere Werke rundeten das Programm ab. Es verwunderte nicht, dass nach diesem, mit viel Spielfreude auf hohem Niveau vorgetragenen, Konzert mehrere Zugaben gefordert wurden. Man darf gespannt sein, womit die Stendaler Rolandmusikanten bei ihren nächsten Neujahrskonzerten am 19. und 20. Januar 2019 überraschen.

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