Landesfeuerwehrmuseum Sachsen-Anhalt feiert 25-jähriges Bestehen / Sieben Mannschaften messen sich in Wettbewerb

Löschangriff wird zum Hingucker

Liebhaber der historischen Technik führten dem interessierten Publikum anlässlich der Jubiläumsfeier einen traditionellen Löschangriff vor.
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Liebhaber der historischen Technik führten dem interessierten Publikum anlässlich der Jubiläumsfeier einen traditionellen Löschangriff vor.

kr Stendal. Das Landesmuseum für Feuerwehrgeschichte in Stendal feierte am vergangenen Sonnabend sein 25-jähriges Bestehen. Im Rahmen des Museumsfestes fand als Höhepunkt das zweite historische Feuerwehr Handdruck-Spritzentreffen statt.

Zu Beginn traten die Mannschaften vor ihren historischen Löschgeräten an und der Vorsitzende des Landesfeuerwehrmuseums Michael Schneider begrüßte die zahlreichen Teilnehmer sowie unzählige große und kleine Gäste.

Die vor 500 Jahren von der Firma Plattner erfundenen mechanischen Löschkästen sind zwar schon lange Geschichte im Feuerwehrleben, sie sind aber immer noch funktionstüchtig.

„Vom Löscheimer zu Handdruckspritzen und der Motorisierung in den Feuerwehren“ gab es viele Ausstellungsstücke zu bewundern.

Dies zeigten die sieben Mannschaften bei einem historischen überregionalen Wettkampf, bei dem es nicht um die besten Zeiten ging. Bewertet und mit Pokalen prämiert wurde der Löschangriff in den Kategorien Originalität, Restauration und Tagesübung. Waren diese einfachen Löschgerätekästen, die noch mit Löscheimer gefüllt werden mussten, einst einfache Hilfsmittel am Brandplatz. So war erst die Erfindung von Feuerlöschschläuchen durch den Holländer Jan van der Heyden das bindende Glied für die Wasserversorgung auch über längere Wegstrecken oder zum Ansaugen von Wasser aus dem Dorfteich, so der Historiker. Unter dem Motto „Vom Löscheimer zu Handdruckspritzen und der Motorisierung in den Feuerwehren“ wurden dem interessierten Publikum zahlreiche Ausstellungsstücke präsentiert sowie traditionelle Wettkämpfe gezeigt. Hier führten Liebhaber der historischen Technik die Handgriffe bei einem Löschangriff vor. Dies war ein Erlebnis und gleichwohl ein Hingucker für die Gäste, die ihrer Bewunderung mit Applaus Ausdruck verliehen.

Im Stendaler Feuerwehrlandesmuseum steht die älteste und erhaltene Handdruckspritze aus dem Jahre 1937. Einst war sie bei der Brandbekämpfung in Ost-West-Heeren in Betrieb. Das Kinder- und Jugendprogramm, bei dem sich die Jugendriege der Stendaler Feuerwehr sowie die Brandschutzerziehung des Landkreises präsentierten, war für die Gäste ebenfalls sehr interessant. Für das leibliche Wohl aller Beteiligten war bei strahlendem Sonnenschein gesorgt.

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