Planer im Rathaus sollen sich verkehrspolitischen Zukunftsthemen widmen

Linke haben autofreie Stadt Stendal im Fokus

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Reifenabrieb erzeugt Feinstaub. Für Stadtrat Jörg Glewwe ein Grund, die Stendaler Innenstadt zukunftsfähig sauber zu gestalten und langfristig Autos ganz aus der Stadt zu verbannen. Foto: Klos

Stendal. Geht es nach den Linken im Stendaler Stadtrat, so soll es in Stendal eine „Städtebauliche Verkehrsrevolution“ geben.

Nicht heute und nicht morgen, aber Themen wie Dieselskandal, Feinstaubdebatte und die angedrohte Preisexplosion für Kraftstoffe würden die Hansestadt weniger stark treffen, wenn sich die Planer im Rathaus bereits heute mit solchen Zukunftsthemen befassen. Und die könnten bis hin zu einer autofreien Kreisstadt reichen.

Diese Anregung gab Stadtrat Jörg Glewwe (Linke) während der jüngsten Sondersitzung im Stendaler Rathaus. Sollten die Regeln im Sinne des Umweltschutzes auf Bundesebene verschärft werden, erklärte der Stadtrat weiter, so treffe das auch die Hansestadt Stendal – Stichworte Tempo 30 innerorts, Abschaffung der autofreundlichen Straßenverkehrsordnung, Rad- und Gehwege statt Parkplätze, Rückbau der autogerechten Stadt bis hin zu einer autofreien Stadt. Wenn Verantwortliche die Sanierung von einzelnen Straßen im Fokus habe, so das Gedankenspiel von Jörg Glewwe, so sollte gleich zukunftssicher saniert werden. Also etwa mit Blick auf den Schutz von Baudenkmälern, die vom Reifenabrieb sowie von Abgasen und Erschütterungen in Mitleidenschaft gezogen würden.

Von Alexander Klos

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