SWG errichtet mit Laubengang-Konstruktion erstmals einen Fahrstuhl für ganzen Fünfgeschosser

Lift-Offensive schont Nebenkosten

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Zwischen vierter und fünfter Etage ihres Blocks Carl-Hagenbeck-Straße 33/41 will die SWG noch in diesem Frühjahr aus Beton, Stahl und Glas einen Balkon-Turm errichten, der dem Leerstand in den Obergeschossen entgegenwirken soll.

Stendal. Während die Baupläne fürs derzeit teuerste Sanierungsvorhaben der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG, siehe heutige Ausgabe, Seite 1) in einem Architekturatelier Berlin-Mittes aufs Reißbrett gezaubert wurden, stammen die Entwürfe für Daniel Jirciks betriebskostenfreundliche Fahrstuhl-Premiere aus der Feder des Stendaler Planungsbüros Dirk Hofer.

Damit will Stendals SWG-Chef umsetzen, was in Halle als Pilotprojekt noch unvollendet sei. Jirciks Lift-Offensive in Gestalt einer zwischen vierter und fünfter Etage angebrachten Laubengang-Konstruktion soll ebenfalls im Tiergarten-Viertel, am Fünfgeschosser Carl-Hagenbeck-Straße 33/41, noch ab diesem Frühjahr Einzug halten. Das Objekt beherbergt 59 Wohnungen und drei Gewerbeeinheiten, darunter den Sitz der Bürgerinitiative Stendal (BIS).

Die Laubengang-Lösung stehe schon lange auf der Wunsch-Investliste des Geschäftsführers. „Ein einziger Fahrstuhl-Turm für den ganzen Block“, bringt Jircik die erstmals geplante Aufwertungsmaßnahme auf den Punkt. Damit will das hansestädtische Tochterunternehmen dem Leerstand in bislang fahrstuhlfreien Obergeschossen entgegenwirken. Dass nur ein Lift alle „Hochwohnenden“ eines Blocks bequem nach oben befördert, soll für die Mieter außerdem „langfristig geringe Fahrstuhlbetreibungskosten“ mit sich bringen, verspricht der SWG-Chef.

Sowohl die Hagenbeck-Fünfgeschosser-Mieter als auch ihre Nachbarn im Elfer nebenan und die SWG-Mieterschaft im ersten Nachwende-Neubau sowie dem frisch sanierten Fünfgeschosser Alfred-Brehm-Straße profitieren von der noch laufenden Neugestaltung des Innenhofs. Rund 200 000 Euro fließen in die Aufwertung des großzügigen Areals, das bis zur spätestens im Frühjahr 2014 geplanten Komplettfertigstellung nicht nur 62 Anwohner-Parkplätze bieten wird, sondern auch reichlich Unterstellmöglichkeiten für Rollatoren und Fahrräder sowie Sitzbänke und neue Wege. Ein Springbrunnen sieht bereits seinem plätschernden Sprudeln entgegen und auch ein Teich ist geplant.

Doch nicht nur für ihre Immobilien in Stadtsee nimmt die SWG dieses Jahr Invest-Geld in die Hand. Im Stadtteil Nord sollen im Objekt Heinrich-Heine-Straße 1a/c neue Balkone installiert werden. An der Bergstraße wird die im 2012 begonnene Gestaltung der Außenanlagen – in direkter Nachbarschaft zum Wilhelm-Pieck-Denkmal – mit der Sanierung von Wegen, Parkplätzen und der Schaffung von Sitzflächen fortgesetzt, um „angenehmes Wohnen zu gewährleisten“. Energetisch zu Ende saniert die SWG ihr Gebäude Stadtseeallee 73/75. Sie lässt dort für 200 000 Euro Wärmedämmsysteme montieren und passt die Fassade farblich den Nachbarhäusern an.

Von Antje Mahrhold

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