Fall Inga: Polizei will nicht aufgeben / Staatsanwaltschaft stellt Verfahren formell ein

Letzte Ermittler werden abgezogen

+
Ingas Schicksal ist weiterhin ungewiss. Foto: AZ-Archiv

dpa/mei Uchtspringe. Gut zwei Jahre ist es her, dass die kleine Inga in einem Wald bei Wilhelmshof (Uchtspringe) verschwand. Die Suche nach der Fünfjährigen war aufwändig, aber vergeblich. Bis heute weiß niemand, was dem Mädchen zugestoßen ist.

Die letzten Sonderermittler werden nun abgezogen.

Die Polizei geht zwar immer noch vereinzelten Hinweise nach, doch das Schicksal der kleinen Schönebeckerin, die Anfang Mai 2015 mit ihrer Familie auf Wilhelmshof zu Besuch war, ist komplett ungewiss. Zwei bis drei Tipps würden durchschnittlich pro Woche noch eingehen, bestätigte die Magdeburger Polizeidirektion Nord. Insgesamt waren in den zwei Jahren mehr als 2000 Hinweise überprüft worden. 600 Sichtungen gab es weltweit.

Bundesweit hängen an vielen Stellen noch die Fahndungsplakate mit Ingas Bild. Das damals etwa 1,20 Meter große, blonde Mädchen hatte am 2. Mai 2015 gemeinsam mit anderen im Wald Holz für ein Lagerfeuer gesammelt und war nicht zurückgekehrt.

Die bis zu 40 Mann starke Ermittlungsgruppe war vor knapp einem Jahr aufgelöst worden. Die letzten fünf Beamten, die sich speziell mit diesem Fall beschäftigen, sollen dieser Tage zum normalen Tagesgeschäft zurückkehren. Die Akten zum Fall Inga hatte die Polizei schon im Dezember ohne eine heiße Spur an die Staatsanwaltschaft übergeben – 16 Kartons mit 150 Bänden Akten.

Die Staatsanwaltschaft Stendal hat das Ermittlungsverfahren inzwischen formell eingestellt, da kein Tatverdacht gegen eine bestimmte Person vorliegt. Sollte es neue Anhaltspunkte für Ermittlungen geben, die die jetzige Situation ändern, wird das Verfahren wieder aufgenommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare