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Hufelandhaus in Stendal kränkelt gefährlich

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Von: Marco Hertzfeld

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Das Hufelandhaus an der Wendstraße in Stendal weist einige bauliche Mängel auf.
Vor allem von hinten sind dem landkreislichen Hufelandhaus die baulichen Herausforderungen anzusehen. © Marco Hertzfeld

Die Rettungsleitstelle sitzt in dem Gebäude. Und das Gesundheitsamt arbeitet dort. Das Hufelandhaus in Stendal weist bauliche Mängel auf. Der Landkreis will handeln, obwohl das Geld knapp ist.

Stendal – Das Stendaler Hufelandhaus, in dem unter anderem die Rettungsleitstelle und das Gesundheitsamt untergebracht sind, muss saniert werden. Verschieben lasse sich die Aufgabe nicht mehr, mag die Finanzlage des Landkreises Stendal auch noch so prekär sein. So steht es sogar im Haushaltskonsolidierungskonzept der Kämmerei. „Für die dringend notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen sind Aufwendungen in Höhe von 1,45 Millionen Euro einzuplanen.“ Der Komplex an der Wendstraße, offenbar nach dem Arzt und Apotheker Christoph Wilhelm Hufeland benannt, ist 1974 errichtet worden.

Rettungsleitstelle arbeitet von dort aus

Fassade, Sonnenschutz und Fenster müssen dringend saniert werden. „Zwischenzeitlich haben sich massive Risse und Abplatzungen an der Gebäudehülle gezeigt“, heißt es in dem Papier. Und: „Es besteht die akute Gefahr herabfallender Teile. Die Schäden haben sich progressiv verschlimmert.“ Unterhalb der Fenster habe bereits ein Parkplatz gesperrt werden müssen, da sich Teile vom Verwaltungsgebäude lösten und herunterfielen. Zur weiteren Einordnung: Die Blaulicht-Leitstelle ist auch für den Altmarkkreis Salzwedel zuständig. An der Wendstraße befindet sich zudem das Johanniter-Krankenhaus.

Arzt und Apotheker gibt Objekt den Namen

Handwerker stehen im Hufelandhaus auch vor anderen Herausforderungen. Weitere Mehraufwendungen, heißt es aus der Kreisverwaltung, ergeben sich im Zuge der Umstellung der Heizungsanlage für Heizöl aus dem Jahre 1992 auf eine bessere Heizungstechnik. Die Leitungssysteme gehen zurück auf 1975. Ins Detail geht das Papier hier nicht weiter. Investiert werden sollen 100.000 Euro. „Im Ergebnis besteht zukünftig Einsparpotenzial bei den Heizkosten von bis zu 20 Prozent.“ Mit den Haushaltszahlen für 2023 und Daten für weitere Jahre wird sich der Kreistag am 23. Februar befassen.

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